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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 658 mal aufgerufen
 Weihnachtswelt
mande ( gelöscht )
Beiträge:

02.12.2006 15:52
RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Möchte diese, schon im Forum einst gestellte Geschichte wegschicken anders wohin. Ein kleines statement würde mein Gedanke es zu tuen, erleichtern.



Weihnachten, oder wenn ein Schwein kein Schwein hat.

Bald steht, wie jedes Jahr, Weihnachten vor der Türe. Weihnachten ist für mich nicht nur das Fest der Liebe und der Geschenke; des glitzernden Baumes und der Anblick der lieben Verwandten, sondern auch des Schweinebratens. Doch seit einiger Zeit will es mir nicht mehr so richtig schmecken. Denn ich muss immer wieder an das Kleine Schweinchen denken, das ich persönlich gekannt habe. Alles erdenkliche Glück habe ich ihm gewünscht und hätte es gerne gesehen, wenn es zu einer großen und fetten Sau herangewachsen wäre. Doch leider ... Dies ist also ist die ach, so herztraurige Geschichte.
Als das neue Schuljahr begann, durfte auch das Kleine Schweinchen die Bank der ersten Klasse drücken.
"Ein kleines, schlaues Schweinchen", wie die Einen sagten.
"Und ein genügsames", wie die Anderen hinzufügten. "Es frisst alles. Sogar Spinatsuppe, bei deren Anblick die meisten Kinder grün im Gesicht werden."
Ja, das Kleine Schweinchen war sehr beliebt. Beim Lehrer, weil es immer so artig dasaß; bei den Kindern, weil sie mit ihm spielen durften und es ihnen bei den Schularbeiten half. Und beim Bauer natürlich, der auch schon so seine Pläne hatte. Denn auch dieses Jahr würde es wieder ein Weihnachten geben. Doch davon hatte das Kleine Schweinchen aber keine Ahnung. Denn seine Mutter Jolanda war gar nicht mehr dazu gekommen ihm zu erklären, was es so auf sich hat mit Weihnachen, dem Fest der Liebe.
Der Herbst war kurz, aber schön. Doch als der November begann, wollte es gar nicht mehr aufhören zu regnen. Alles war grau und trostlos. Auch das Kleine Schweinchen war in trüber Stimmung. Im Unterricht war es zum Leidwesen des Lehrers nicht mehr so aufmerksam wie früher. Und hatte auch keine Lust mehr, mit den Kindern zu spielen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen. Der Lehrer erzählte dem Bauern davon. Dieser war zwar einfach im Geiste und der Rand des Kartoffelackers war auch gleichzeitig das Ende der Welt für ihn. Doch er wusste aus bäuerlicher Erfahrung, dass nur ein fröhliches und glückliches Schwein gutes Fleisch brachte. So versuchten er und die Bäuerin das Kleine Schweinchen bei guter Laune zu halten. Man kaufte ihm allerlei Spielzeug und verwöhnte es mit Leckerbissen. Sogar im Wohnzimmer durfte es sitzen und sich mit den anderen Kindern die Muppetshow ansehen. Dies alles heiterte das Kleine Schweinchen wieder auf. Und es wäre wohl auch wieder so unbekümmert und fröhlich wie früher geworden, wenn es nicht jenes Gespräch mitbekommen hätte. Kurz vor Weihnachten, alles war weiß und eisig (das Kleine Schweinchen hatte sogar Schlittschuhlaufen gelernt), hörte es wie der Bauer zur Bäuerin sagte:
"Am Samstag ist es soweit. Ich habe schon den Schlachter bestellt. Denn unser Kleines Schweinchen ist jetzt im richtigen Alter, wo das Fleisch besonders gut schmeckt."
Als es dieses hörte, wäre es fast schon hinter der Bretterwand gestorben, wo es sich gerade befand. Das Kleine Schweinchen war zwar noch jung und unerfahren, doch dumm war es nicht. Und es konnte sich ganz gut vorstellen, was am Samstag passieren würde. So packte es noch am selben Abend seine wenigen Habseligkeiten zusammen und verließ bei Nacht und Mond den Hof.
"Bloß weg von hier", dachte es. "Vielleicht gibt es woanders Menschen, die Vegetarier sind. Oder lieber Hühnerfleisch essen."
Drei Tage und Nächte war das Kleine Schweinchen nun schon unterwegs. Besser gesagt, auf der Flucht. Es ernährte sich von dem, was es hier und da fand. Denn dies ist der Vorteil von Schweinen; sie können fast alles fressen. Besonders wenn sie hungrig sind. Und dies war es immer. Einmal fand es sogar Unterschlupf in einer Scheune, wo es vor Schnee und Kälte geschützt war. Manchmal bereute das Kleine Schweinchen, dass es nicht seine Schlittschuhe mitgenommen hatte. Doch am Abend des vierten Tages war es so hungrig und müde, dass es beschloss, irgendwo anzuklopfen und um eine Nachtbleibe zu bitten. Als es die ersten Häuser erblickte, fasste es sich Mut und ging auf eines der erleuchteten Fenster zu. Vor der Türe blieb es stehen, atmete tief durch und klopfte so feste es konnte dagegen. Es dauerte eine Weile, bis es Schritte hörte und sich die Türe öffnete. Der Sohn des Rabbis stand vor ihm. Erstaunt blickte dieser auf das kleine und seltsame Wesen vor ihm. Dann durchzuckte es ihn.
"Ein Schwein!"
Das Kleine Schweinchen schluckte ein paar Mal und schaffte es dann zu sagen: "Ich bin hungrig und müde vom langen Wandern und bitte um ein bescheidenes Mal und um ein Nachlager."
Der junge Mann stand wie erstarrt da und wusste nicht, wie er sich verhalten sollte.
"Was gibt es da?", fragte eine tiefe Stimme aus dem Inneren der Wohnung.
"Hier steht ein Schwein und bittet um ein Nachtlager", stotterte der junge Mann.
"Igittigitt", hörte man ein Mädchen sagen. Dann war wieder die tiefe Männerstimme zu vernehmen.
"Warte, ich komme."
Kurz darauf erschien der Rabbi. Groß und mit schwarzem Bart. Er zeigte keinerlei Erstaunen, dass ein Schwein vor seiner Türe stand. Freundlich, doch mit prüfendem Blick, schaute er auf das Kleine Schweinchen herab.
"Da hast du aber Glück gehabt, dass du bei keinem Christenmenschen gelandet bist", sagte er lächelnd. "Denn Weihnachten steht vor der Türe. Doch komm und tritt ein. Im Keller gibt es noch Platz. Dort kannst du schlafen. Und ich werde dir etwas zum Essen herunterbringen lassen. Doch es ist koscher."
Das Kleine Schweinchen nickte dankbar.
"Ich weiß nicht, was koscher ist. Doch wenn man hungrig ist, dann freut man sich über jedes Essen."
"So, so", murmelte der Rabbi. Und an der erstaunten Familie vorbei, führte er das scheu lächelnde Kleine Schweinchen nach unten in den Keller. Dort gab es Decken, worauf es sich legen konnte. Und als es gegessen hatte, koscher hin, koscher her, fühlte es sich nach langer Zeit wieder wohl und kuschelte sich tief unter die Decken.
Das Kleine Schweinchen wusste nicht, wie lange es geschlafen hatte. Doch als es erwachte, konnte es sich nicht mehr bewegen. Es lag gefesselt auf einer Karre und begriff nicht, was geschehen war. Auch wusste es nicht, wo es sich befand. Nur den hohen, kalten und blauen Himmel konnte es erblicken. Es wollte schreien, doch seine Stimme war wie gelähmt. Dann hörte es den Rabbi sagen:
"Gegen diese Ziege würde ich das Schwein schon eintauschen."
"Gut", gab der Andere zur Antwort. "Solch ein Schwein kommt mir zu Weihnachten gerade gelegen. Und als der Rabbi ging, wünschte er noch ein frohes Fest. Da fing das Kleine Schweinchen an, zu begreifen.
"Ich hätte es wissen müssen. Frohe Weihnachten gibt es nicht für arme Schweine."
Doch leider hat ihm diese philosophische Erkenntnis nichts mehr genützt. Und Tränen liefen an seinen rosigen Wangen herunter.

P.S.:
Mir auch


Mande

[ Editiert von Administrator mande am 02.12.06 16:06 ]

tyrus24 ( gelöscht )
Beiträge:

02.12.2006 16:16
#2 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

gratulation Mande
zu der wirklich süssen Geschichte und muss zugeben hab eher darüber geschmunzelt als geweint...weils nun mal so ist in der Welt...
wie würdest du als "alter Franzose" sagen ?
c´est la vie
und klar ist mir auch der tiefere sinn klar geworden dabei ...
nuuuuuuuuur wenn man auch wirklich den Grundgedanken des Weihnachtsfests
ganz tief in sich verinnerlicht hat...tja dann gibts auch für " arme Schweine" das wahre Weihnachtsfest
wiiiiiiiinkeeeee

KarinY ( gelöscht )
Beiträge:

02.12.2006 16:59
#3 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Wie süß, die Geschichte! Ja, die muss ans Licht der Öffentlichkeit. Das Ende ist wirklich traurig, aber so ist das Leben eben.

Ein paar kleine Schnitzer sind noch drin. Wenn du magst, entferne ich sie. Darf ich? Heute bin ich allerdings zu müde, um noch gut zu arbeiten und muss ins Bett. Ist schon ein Uhr bei uns.

Sicher sind bis morgen noch einige Rückmeldungen da.

Also, bis dann!

Karin

mande ( gelöscht )
Beiträge:

02.12.2006 17:24
#4 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Erstmal vilen Dank von euer Interesse.

Ja, lieber Tyrus ´alter Franzose´ ist sich gut. Hab nur kleine Schwäche für die Sprache. Verinerlichtes Weihnachten habe ich nicht so, doch feire mit.

Liebe Karin,
wäre wirklich dankbar für Hinweis auf bestimmt vorhandene Fehler und Stilungereimheiten.

Wünsche noch netten Aben und angenemes Wochenende,
Mande

KarinY ( gelöscht )
Beiträge:

03.12.2006 07:49
#5 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Lieber Mande,
stilistisch finde ich die Geschichte sehr gut. Es gibt vielleicht ein bisschen zu viele Ellipsen (unvollständige, verkürzte Sätze), aber ob man das so beibehält oder die Sätze mit Kommata an die vorigen anschließt, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Sonst gibt es nur kleine Fehler, die vermutlich durch die Bearbeitung und Umformulierung des Textes entstanden sind. Ich habe deine Geschichte hier reinkopiert und gehe jetzt mal durch:


Weihnachten, oder wenn ein Schwein kein Schwein hat

Bald steht, wie jedes Jahr, Weihnachten vor der Türe. Weihnachten ist für mich nicht nur das Fest der Liebe und der Geschenke, des glitzernden Baumes und der Anblick der lieben Verwandten, sondern auch des Schweinebratens. Doch seit einiger Zeit will es mir nicht mehr so richtig schmecken. Denn ich muss immer wieder an das Kleine Schweinchen (Ist es ein Eigenname? Sonst "kleine" klein) denken, das ich persönlich gekannt habe. Alles erdenkliche Glück habe ich ihm degewünscht und hätte es gerne gesehen, wenn es zu einer großen und fetten Sau herangewachsen wäre. Doch leider ... Dies ist also ist die, ach, so herztraurige Geschichte.
Als das neue Schuljahr begann, durfte auch das Kleine Schweinchen die Bank der ersten Klasse drücken.
"Ein kleines, schlaues Schweinchen", wie die Einen sagten.
"Und ein genügsames", wie die Anderen hinzufügten. "Es frisst alles. Sogar Spinatsuppe, bei deren Anblick die meisten Kinder grün im Gesicht werden."
Ja, das Kleine Schweinchen war sehr beliebt. Beim Lehrer, weil es immer so artig dasaß; bei den Kindern, weil sie mit ihm spielen durften und es ihnen bei den Schularbeiten half. Und beim Bauern natürlich, der auch schon so seine Pläne hatte. Denn auch dieses Jahr würde es wieder ein Weihnachten geben. Doch davon hatte das Kleine Schweinchen aber keine Ahnung. Denn seine Mutter Jolanda war gar nicht mehr dazu gekommen ihm zu erklären, was es so auf sich hat mit Weihnachten, dem Fest der Liebe.
Der Herbst war kurz, aber schön. Doch als der November begann, wollte es gar nicht mehr aufhören zu regnen. Alles war grau und trostlos. Auch das Kleine Schweinchen war in trüber Stimmung. Im Unterricht war es zum Leidwesen des Lehrers nicht mehr so aufmerksam wie früher und hatte auch keine Lust mehr, mit den Kindern zu spielen und ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen. Der Lehrer erzählte dem Bauern davon. Dieser war zwar einfach im Geiste und der Rand des Kartoffelackers war auch gleichzeitig das Ende der Welt für ihn. Doch er wusste aus bäuerlicher Erfahrung, dass nur ein fröhliches und glückliches Schwein gutes Fleisch brachte. So versuchten er und die Bäuerin das Kleine Schweinchen bei guter Laune zu halten. Man kaufte ihm allerlei Spielzeug und verwöhnte es mit Leckerbissen. Sogar im Wohnzimmer durfte es sitzen und sich mit den anderen Kindern die Muppetshow ansehen. Dies alles heiterte das Kleine Schweinchen wieder auf. Und es wäre wohl auch wieder so unbekümmert und fröhlich wie früher geworden, wenn es nicht jenes Gespräch mitbekommen hätte. Kurz vor Weihnachten, alles war weiß und eisig (das Kleine Schweinchen hatte sogar Schlittschuhlaufen gelernt), hörte es[color=blue],[/color] wie der Bauer zur Bäuerin sagte:
"Am Samstag ist es soweit. Ich habe schon den Schlachter bestellt. Denn unser Kleines Schweinchen ist jetzt im richtigen Alter, wo das Fleisch besonders gut schmeckt."
Als es diese Worte hörte, wäre es fast schon hinter der Bretterwand gestorben, wo es sich gerade befand,gestorben. Das Kleine Schweinchen war zwar noch jung und unerfahren, doch dumm war es nicht. Es konnte sich ganz gut vorstellen, was am Samstag passieren würde. So packte es noch am selben Abend seine wenigen Habseligkeiten zusammen und verließ bei Nacht und Mond den Hof. ("Bei Nacht und Nebel" sagt man normalerweise. Dies ist eine schöne Variation!)
"Bloß weg von hier", dachte es. "Vielleicht gibt es woanders Menschen, die Vegetarier sind oder lieber Hühnerfleisch essen."
Drei Tage und Nächte war das Kleine Schweinchen nun schon unterwegs. Besser gesagt, auf der Flucht. Es ernährte sich von dem, was es hier und da fand. Denn dies ist der Vorteil, den Schweine haben: Sie können fast alles fressen. Besonders wenn sie hungrig sind. Und dies war es immer. Einmal fand es sogar Unterschlupf in einer Scheune, wo es vor Schnee und Kälte geschützt war. Manchmal bereute das Kleine Schweinchen, dass es nicht seine Schlittschuhe mitgenommen hatte. Doch am Abend des vierten Tages war es so hungrig und müde, dass es beschloss, irgendwo anzuklopfen und um eine Nachtbleibe Unterkunft für die Nacht zu bitten. Als es die ersten Häuser erblickte, fasste es sich Mutein Herz und ging auf eines der erleuchteten Fenster zu. Vor der Türe blieb es stehen, atmete tief durch und klopfte so fest es konnte dagegen. Es dauerte eine Weile, bis es Schritte hörte und sich die Türe öffnete. Der Sohn des Rabbis stand vor ihm. Erstaunt blickte dieser auf das kleine und seltsame Wesen vor ihm. Dann durchzuckte es ihn die Erkenntnis:
"Ein Schwein!"
Das Kleine Schweinchen schluckte ein paar Mal und schaffte es dann zu sagen: "Ich bin hungrig und müde vom langen Wandern und bitte um ein bescheidenes Mal und um ein Nachtlager."
Der junge Mann stand wie erstarrt da und wusste nicht, wie er sich verhalten sollte.
"Was gibt es da?", (alternativ: "Was ist da los?" fragte eine tiefe Stimme aus dem Inneren der Wohnung.
"Hier steht ein Schwein und bittet um ein Nachtlager", stotterte der junge Mann.
"Igittigitt", hörte man ein Mädchen sagen. Dann war wieder die tiefe Männerstimme zu vernehmen.
"Warte, ich komme."
Kurz darauf erschien der Rabbi. Groß und mit schwarzem Bart. Er zeigte keinerlei Erstaunen, dass ein Schwein vor seiner Türe stand. Freundlich, doch mit prüfendem Blick, schaute er auf das Kleine Schweinchen herab.
"Da hast du aber Glück gehabt, dass du bei keinem Christenmenschen gelandet bist", sagte er lächelnd. "Denn Weihnachten steht vor der Türe. Doch komm und tritt ein. Im Keller gibt es noch Platz. Dort kannst du schlafen. Und ich werde dir etwas zum Essen herunterbringen lassen. Doch es ist koscher."
Das Kleine Schweinchen nickte dankbar.
"Ich weiß nicht, was koscher ist. Doch wenn man hungrig ist, dann freut man sich über jedes Essen."
"So, so", murmelte der Rabbi. Und an der erstaunten Familie vorbei führte er das scheu lächelnde Kleine Schweinchen nach unten in den Keller. Dort gab es Decken, worauf es sich legen konnte. Und als es gegessen hatte, koscher hin, koscher her, fühlte es sich nach langer Zeit wieder wohl und kuschelte sich tief unter (alternativ: in) die Decken.
Das Kleine Schweinchen wusste nicht, wie lange es geschlafen hatte. Doch als es erwachte, konnte es sich nicht mehr bewegen. Es lag gefesselt auf einer Karre und begriff nicht, was geschehen war. Auch wusste es nicht, wo es sich befand. Nur den hohen, kalten und blauen Himmel konnte es erblicken. Es wollte schreien, doch seine Stimme war wie gelähmt. Dann hörte es den Rabbi sagen:
"Gegen diese Ziege würde ich das Schwein schon eintauschen."
"Gut", gab der Andere zur Antwort. "Solch ein Schwein kommt mir zu Weihnachten gerade gelegen. Und als der Rabbi ging, wünschte er noch ein frohes Fest. Da fing das Kleine Schweinchen an, zu begreifen.
"Ich hätte es wissen müssen. Frohe Weihnachten gibt es nicht für arme Schweine."
Doch leider hat ihm diese philosophische Erkenntnis nichts mehr genützt. Und Tränen liefen an seinen rosigen Wangen herunter.

Schönen Ersten Adventssonntag!

Karin

mande ( gelöscht )
Beiträge:

03.12.2006 11:00
#6 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Go seishô arigatô gozaimashita, liebe Karin.
Ja, nach zweimaligen sorgfältigen Durchlesen von deine Korrektur von meine Geschichte, werde ich deine Radschläge befolgen und sie auf die vorweihnachtliche Reise schicken. Ankommen wird sie. Nunja. wie sich ihr Emfang ist beim Verleger, abwarten. Habe nämlich nie ein Verleger von ein Krokodil unterscheiden können!

Dôzo, oki o tsukete,
Mande

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

04.12.2006 07:47
#7 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Guten Morgen, lieber Mande,

ich bin gerade aus dem Wochenende zurück und habe eben Deine Geschichte gelesen. Sie hat mich zu Tränen gerührt. Hier geht es nicht nur um Weihnachten und den Festtagsbraten, sondern vor allen Dingen um Vertrauen oder besser gesagt gebrochenes Vertrauen. Eine Geschichte, die auch die Zeit, in der wir leben, widerspiegelt.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei der Veröffentlichung!

Liebe Grüße

HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

04.12.2006 10:04
#8 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

04.12.2006 14:56
#9 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Armes, armes Schweinchen.

mande ( gelöscht )
Beiträge:

04.12.2006 15:07
#10 RE: Weihnachten,oder wenn ein Schwein kein Schwein hat antworten

Ich kann euren, ich möchte bald sagen, tiefen Schmerz verstehen. Doch leider kann ich mich so nicht anschliessen. Sei denn, ich wäre ein Heuchler.
Denn die traurige und auch ehrliche Wahrheit ist: Ich nämlich habe dem Rabbi das Schweinchen abgekauft. Und vezeiht mir; das Schweinchen hat gut geschmeckt!
Dieses Jahr werde ich Huhn essen. Vieleicht kräht ja kein Hahn danach!
Euer,
Mande

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