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Dieses Thema hat 58 Antworten
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 Lustiger Marktplatz mit eigenem Springbrunnen
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Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

30.11.2006 07:18
#16 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Huhu Gemini,

sich wie ein alter Stein fühlen, gibt es auch im Persischen. Hier sagt man doch auch, mir ist ein Stein vom Herzen gefallen oder bei einem Vorhaben, es liegen zu viele Steine im Weg.

Komisch, ich mag Steine. Von jeder Reise bringe ich mir einen besonderen Stein des Landes mit, in dem ich war. Ich habe sogar schon drei Steine, die wie Herzen geformt sind, gefunden.

Trabatoni hat mich mit seiner Leere-Flaschennummer seinerzeit auch sehr amüsiert. Dieser Spruch ist sogar im Iran gelandet, wo man bekanntlich auch sehr fußballbegeistert ist. Er ist schon ein Unikum. Gut fand ich auch den Satz, als er mal erzürnt war: Ich habe fertig!

Gemini Offline




Beiträge: 11.570

30.11.2006 07:35
#17 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Ich liiiiebe Steine
möchte aber nie versteinert sein

mande ( gelöscht )
Beiträge:

30.11.2006 08:53
#18 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Ein schönen, guten Morgen,

Zu disem deinen Satz:
Hihi ist mein Lachen ( und nicht pipi), lieber Mande,
liebe Aramash falle ich auch gern in ein morgendliches Schmunzeln ein.

Ja, liebe Bettina. Auch ich liieebe Steine. Besonders die, welche mir vom Herzen fallen. Doch manchmal habe ich Unglück im Glück; wenn er mir auf den Fuss fällt.

Nun, wünsche euch noch einen angenem und frohen Arbeitstag! Ich muss leider wieder zu Hause bleiben.

Euer Mande

mande ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2006 08:43
#19 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Einen schönen guten Morgen allerseits, einerseits, diesseits und jenseits. (Für Fussballer noch Abseits!)


Dis ist meine Ansicht:
Es gibt keine Aussicht auf Einsicht. Darum Vorsicht!


Niemand hat Zugang zum Eingang und Ausgang. Welch ein Vorgang.


Mit Grüssen,
mande

P.S.:
Ach ja. Ein Freund hat mir ein deutschen Satz gegeben, den ich auf finnisch übersetzen sollte. Ist mir leider auf den Boden gefallen. Und als ich die Wörter wider in eine Reihe bringen wollte, das heisst auf deutschen Vordermann, ist das herausgekommen:

Du brauchst dir nicht gewundert sein, dass ich nicht geschrieben bin, denn ich hatte krank.

Wer kann disen Satz wider in korrekten daitsch mir bringen.
Karl, zur Not auch westfälisch-Platt!

[ Editiert von Administrator mande am 08.12.06 8:57 ]

[ Editiert von Administrator mande am 08.12.06 11:54 ]

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

08.12.2006 11:18
#20 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Oh lieber Mande,
Deine Weisheit
verläuft nicht im Sande,
denn du bringst hier
in aller Klarheit
in deinem Text
nicht als die Wahrheit.

Die daitsche Sprach
ist sicher schwör,
besonders hart
für das Gehör.
Rechtschreibung
in hier sonderbar,
mach das mal
einem Fremden klar.
Trenn von der Schreibung
doch das Recht,
der Platz für Recht
ist denkbar schlecht.
Hat dieses Recht
auch viele Regeln,
die sich in
Wörterbüchern flegeln,
so kann es
manches nicht vermiddeln,
ich bitt' darum,
es umzutiddeln.

mande ( gelöscht )
Beiträge:

08.12.2006 12:42
#21 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Ja, liebe Aramesh,
du schreibst:
ich bitt darum es umzutiddeln.
Ach,
dabei kann ich mich nur verhiddeln!

Nun,
das liebste deutsch ist mir das Da-Da Deutsch.
Wer kennt noch Da-Da? Schwitters, Arp, Beuys.

Den Da-Da Frühling?: Wenn es arpt, schwittert und beuyst.

Früher konnte man noch jemanden zurufen mit:
He, du da. Da-Da ist wieder da!


Auch der Bundeswehr würde es gut anstehen. Zum Beispiel:
Der Feldwebel blickte auf die Soldaten vor sich und begann zu zählen. Er lächelte.
-Wie ich sehe, seid ihr alle Da-Da. Auf zur grossen Kissenschlacht!-

Die Filosofie! Descartes heute: Ich Da-Da, also ich bin!
Da-Dalogie, Lehre vom Da-Dasein.

Da-Dalama: Jemand, der das Lächeln gepachtet hat.

Wandadalen:Gottloses, nicht indogermanisches Zigeunervolk. Schlachtet jede Heilige Kuh.

Dadadu:Kleiner bunter Kabarettvgel

Da-dalus: Stümperhafterer Nachfahre des Dädalus. Siehe Gedicht:

War es Selbstmord,
oder wollte er nur ffliegen?
Niemand weiss es heute mehr.
Auf ein Dach ist er gestiegen
und in die Tiefe stürzte er.
Ahnte dann wohl für Sekunden,
wie ein Vogel schwebt.
Als er unten angekommen,
hat er, man ahnt es schon,
den Fall nicht überlebt.

Alle Da-Daisten sind verarpt, verschwittert und verbeuyst.



Lieschen und der Da-Da.

Das Lieschen lag in ihrem Bette;
wusste nicht, wie´s ihm geschah.
Und es jauchzte und frohlockte,
denn der Da-da, der war da.

Und nachdem er es vollbrachte,
schlief es tief in sel´ger Ruh.
Selbst im Traume, sprach es leise:
-Du, mein kleiner Da-Da du.


Und hier mein erstes Da-Da Gedicht.


Dort,
wo in toch
und hief,
Sott und
Gatan thronen
und warz
und schweisse
Engel wohnen;
da gibt´s bei
dieser Schreibensweise,
auch nur Pöll
und Haradeise.

Mit dadaligen Grüssen,
Mande

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

11.12.2006 13:13
#22 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten


Einmalig bist du, lieber Mande!!
dein Daitsch verläuft so gar nicht im Sande,
denn daitsche Sprach ist sich zwar schwör,
wir spiel'n mit Worte hin und hör,
und merken so von Zeit zu Zeit
das sorgt auch noch für Heiterkeit.
Die daitsche Sprach, die hat schon was,
mitunter macht sie richtig Spaß.


juliamax Offline




Beiträge: 4.216

11.12.2006 16:40
#23 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Das Daitsche, das ist fürwahr,
sogar international.
Der Mande hält sogar als Finne
bei einer `Kaffeepause` inne.
Das Wort hat der Finne einfach übernommen,
ob der Daitsche wenigstens Kaffee dafür bekommen?
Ob das so richtig, was ich sage,
verrät mir gleich der Mande,
für den ist Finnisch keine Plage,
meins dagegen eine Schande.


mande ( gelöscht )
Beiträge:

13.12.2006 08:00
#24 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Vielen Dank, liebe Sylvia, von dein schönes Gedicht.
Was sich das Kaffetrinken anbelangt; las einmal das die Finnen von der Welt am meisten Kaffe trinken. Wobei es womöglich mehr Kaffeonkels gibt als Kaffetanten. Ich selbst bin kein solch Kaffefreund. Wenn wir irgendwo eingeladen sind, und ich um Tee anstadt Kaffe bitte, weiss ich schon was sich die Hausfrau denkt:
´Wegen dem noch extra Wasser kochen!-

Mit freundlichen Grüssen,
Mande

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

13.12.2006 12:29
#25 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Ich koche immer gleich einen Eimer Wasser bei Festlichkeiten mit, damit ich nicht in Verlegenheit komme. Insofern - kein Problem.

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

13.12.2006 13:29
#26 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Heißt es nicht: Abwarten und Tee trinken? Tee hat doch etwas Kuscheliges. Sind Teetrinker nicht auch gemütliche Menschen? Saeid ist hier in Deutschland zum Kaffeetrinker geworden. Er ist der Meinung, in Deutschland kocht man den besten Kaffee der Welt! Sein Kaffee schmeckt allerdings auch vorzüglich.

Unser Samowar summt nur noch im Winter. Aber gerade dann ist es gemütlich, wenn's draußen so richtig knackt und stürmt. Wir haben einen elektrischen und einen Holzkohlesamowar, und ich bin der Meinung, der Tee vom Holzkohlesamowar schmeckt aromatischer.
Einbildung?

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

13.12.2006 13:34
#27 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Tee vom Samowar! Fehlt nur noch Väterchen Frost.

Ich mit meinem ollen Wasserkocher und Aufgußtee fühle mich dagegen richtig ... bieder. *schluchz*

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

13.12.2006 13:47
#28 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Tee mit Wasserkocher schmeckt doch auch.
... und auch mit Teebeuteln kann man ganz leckeren Tee kochen. Vielleicht schmeckt Dir der Tee mit dem Samowar ja gar nicht. Im ganzen Orient und wohl auch Osteuropa kocht man mit Samowar. Ist zeitschonend, gemütlich und praktisch.

Es gab früher auch Kochtöpfe, die wie Samoware innen mit Holzkohle gefüllt wurden und mit denen man köstlichen Eintopf zubereiten konnte. Die Mongolen sind dafür bekannt. Aber auch im alten Iran war das üblich. Solche Töpfe kann man heute noch auf den Dörfern finden.

Die Reistöpfe sind elektrisch und waren früher auch so konstruiert. Nun kochen wir den Reis natürlich auch mit Kruste, und ich weiß nicht, ob man das hier so gerne ist. Schmeckt mir köstlich. Die Kruste kann man einfach mit Kartoffeln oder Lawasch (ganz dünnem Fladenbrot) machen, oder einfach nur mit in Butter angebratenem Reis. HMMMMMMM.

Jetzt habe ich Hunger und schaue mal, was hier in der Uni der Weihnachtsmarkt so anbietet.

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

13.12.2006 13:55
#29 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

... bestimmt keinen Reis mit Kruste. Klingt wirklich lecker! Das sollte man einmal versuchen. Guten Hunger, Aramesh!

mande ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2006 12:08
#30 RE: Beiträge zur daitschen sprache. Antworten

Guter Rutsch - "Jüdisches" in der deutschen Sprache

Bald ist es wieder so weit, zum Neuen Jahr wünscht man sich einen "Guten Rutsch". Schon als Kind habe ich das nicht richtig verstanden, obwohl es im Siegerland mit seinen steilen Wegen und strengen Nachtfrösten möglicherweise sogar einen gewissen Sinn gemacht hätte, den leicht beschickerten (hebr. schikkor = trunken) Freunden diesen Wunsch mit auf den Heimweg von der Silvesterfeier zu geben.

Natürlich ist dieser Gedanke ein echter Stuss (von hebr. schote = Tor, Geck). Der Ausspruch hat seinen Ursprung vielmehr in den Wünschen zum jüdischen Neujahrsfest Rosch haSchana (hebr: Kopf des Jahres) zu dem sich jiddisch sprechende Juden ein "Gut Rosch" wünschen. Der aus dem hebräischen stammende Begriff wurde dann durch deutsche Worte "überdeckt", ähnlich wie bei "Hals- und Beinbruch", das aus dem jiddischen Segenswunsch "Hasloche un Broche" (hebr. haslacha we bracha" - Glück und Segen) entstanden ist.

Da ohne Moos (hebr. ma´os = Geld) nix los ist, müssen weniger betuchte (hebr. batuach = "zuverlässig") Zeitgenossen für ein bisschen Kies (hebr. kessef = Geld) heftig malochen (hebr. melacha = Arbeit), während die Arbeitgeber je nach Geschick einen schönen Reibach (hebr. rewach = Gewinn, Vorteil) machen oder Pleite (hebr. pele´ita = Rettung aus höchster Not) gehen. Hebräische Begriffe in der deutschen Sprache? Das erscheint irgendwie nicht Koscher (hebr: rein), ist aber so, auch wenn es vielleicht etwas meschugge (hebr. meschugga = verrückt) klingt. Ich habe ausbaldowert (hebr. ba´al dower = einer, der die Sache kennt), dass die Rechtschreibekontrolle in diesem Artikel lediglich die hebräischen Worte anmeckert! Ehrlich, kein Tinnef (hebr. tinnuf = Schmutz), ohne Schmu (hebr. schemua = Kunde, Nachricht) und ohne zu schummeln (hebr. schemua = Kunde, Nachricht)! Eine unerwartete Ausnahme vermasselt (hebr. masal = Stern, Glück) das Ganze beinahe: Tacheles reden (hebr. tachilit = Ziel, Zweck) ist eine sicher bekannte Redensart, Microsoft kennt sie allerdings nicht. Aber davon lasse ich mir diese Wortspielereien nicht mies (hebr. ma´as = verachten) machen!

Ein Teil der Begriffe hat seinen Eingang wohl über das Rotwelsch der Ganoven (hebr. ganef = Dieb) ins Hochdeutsche gefunden, so dass es nicht verwunderlich ist, wenn diese wegen einer duften (hebr. tow = gut) Schickse (jidd. Nichtjüdisches junges Mädchen von hebr. schekez = Abscheu) schnell Zoff (hebr. sof = Schluss) bekommen. Bei Schmiere stehen (hebr. schmira = Wache) und zocken (hebr. sachar = handeln) ist dieser Weg ebenfalls leicht nachvollziehbar.

Interessant sind auch die Begriffe, die über das Jiddische kommen und dort aus hebräischen und deutschen Teilen zusammengebaut wurden, wie Miesepeter (hebr. mi'us = geringwertig) oder Schlamassel ("schlimm" plus masal = Stern, Glück, d. h. schlimmes Schicksal). Jiddisch ist übrigens die dem Deutschen am engsten verwandte Sprache!

Zusammen mit Lehnwörter aus anderen Sprachen ist unsere Sprache damit zu der liebenswerten Mischpoke (hebr. mischpacha = Familie) geworden, in der man je nach Lust und Laune so richtig schön schäkern (hebr. scheker = Lüge; jidd. = scherzen) oder sich heftig kabbeln (hebr. kaval = fesseln, binden; jidd. = zanken, streiten) kann.

Für das Neue Jahr: Guten Rutsch und Massel (hebr. masal = Stern, Glück) Toff (hebr. tow = gut)

Autor: Frank Holzhauer, Christlich-Jüdischer Arbeitskreis



mande wünscht allen, ob jiddisch, oder nicht ein:
Gut Nay Yor!

[ Editiert von Administrator mande am 31.12.06 12:12 ]

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