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Dieses Thema hat 10 Antworten
und wurde 575 mal aufgerufen
 Lustiger Marktplatz mit eigenem Springbrunnen
HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

10.11.2006 10:26
RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

an sich löblich, nur frage ich mich, was diese aufgesetzte Vehemenz soll:

http://www.arcor.de/content/aktuell/news...k/48052837.html

Diese ständige Kastrations der Tabak-Werbung, alles, was damit verloren geht, sind doch nur Arbeitsplätze, was soll diese Bevormundung bringen? Wenn ich eine Wirkung unbedingt benennen müsste, dann würde ich höchstens sagen, dass der Anreiz höchstens noch größer wird.

Den besseren Schutz von Passiv-Rauchern an öffentlichen Plätzen, dass ist das einzig Sinnvolle an der Sache.

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

10.11.2006 11:48
#2 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Huhu, liebe Christine,

wird da einer eingeschworenen Raucherin auf die Füße getreten?



Ganz liebe Grüße
Aramesh

HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

10.11.2006 12:16
#3 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Nein, ich hab vor etwa drei Jahren mit dem Rauchen aufgehört.

mande ( gelöscht )
Beiträge:

10.11.2006 16:09
#4 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Also,
Rauchen ist schön,
Rauchen ist Klasse!
Schon sind Gesundheitsapostel,
die grosse Masse.

Hoch lebe der Glimmstengel!

Ich rauche zu viel. Ja, ich weiß. Trotzdem jetzt auf jeder Schachtel die schreckliche Warnung zu lesen ist, dass das Rauchen das Leben verkürzt. Ich habe auch Furcht erregende Fotos gesehen. Fotos von zerstörtem Zahnfleisch und von nagendem Krebs am Kehlkopf. Doch ich habe die fürchterlichen Bilder schnell zur Seite gelegt und mir zur Beruhigung eine Zigarette angezündet. So manches habe ich versucht, von diesem so schönen Laster loszukommen. Mir zum Beispiel Kinderzigaretten gekauft, in denen statt des wohlriechenden Tabaks ungesunde Schokolade steckt. Doch immer wieder greife ich zu meinem geliebten Glimmstängel, der so vollkommen zwischen den Fingern und den Lippen liegt.
Doch das Atmen wurde schwieriger und die Brust begann zu schmerzen. Und der gelegentliche Whiskey linderte auch nicht das Leiden. So beschloss ich, Dr. Fredericson, meinen Hausarzt aufzusuchen, der bekannt dafür ist, mit seinen Patienten nicht gerade taktvoll umzugehen. Er untersuchte mich gründlich. Machte Röntgenaufnahmen; nahm Blut ab und bat mich, nächste Woche wiederzukommen, um mir dann das Ergebnis der Untersuchung mitzuteilen.
Als ich nach einigen Tagen zurückkam, blickte er mich mit ernsten Augen an.
-Mein lieber Herr Schröder.-
Bei solchen Eröffnungen neigt er dazu, mit den Fingern seiner linken Hand auf die Tischplatte zu klopfen.
-Mein lieber Herr Schröder. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass Sie höchstens noch drei Monate zu leben haben. Lungenkrebs. Vom zu vielen Rauchen!-
Ich zuckte zusammen. Doch schnell hatte ich mich wieder gefangen.
-Und was ist, wenn ich mit dem Rauchen sofort aufhöre. Wie lange kann ich dann noch leben?-
Dr. Fredericson setzte sein Mephistolächeln auf.
-Drei Monate und ein Tag!-
Drei Monate und zwei Tage sind vergangen und ich lebe immer noch. Ich erhebe mein Glas, greife zur beruhigenden Zigarette und stoß darauf an, dass sich auch Ärzte irren können.

Mande

P.S.:
Dr. Fredericson, der passionierte Nichtraucher-, trinker, Waldläufer, Morgengymnastler ist schon seit einigen Jahren tot.

hwg ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2006 15:32
#5 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Seit es die EU gibt, mischen sich Politiker und willfährige Bürokraten (oder umgekehrt) immer stärker in private Angelegenheiten ein. Die angebliche Sorge um die Gesundheit unserer Zeitgenossen sehe ich als willkommenes Ablenkungsmanöver von tatsächlichden Problemen wie Arbeitsplätze, sozialer Ausgleich, vernüftige Entlohnung der Arbeitnehmer usw. usf. Einerseits wird jetzt vehement gegen die Tabakraucher vorgegangen, andererseits werden die Tabakbauern kräftig mit Steuergeldern gefördert. Und das obrigkeitshörige Volk nickt (Nichtraucher) oder schimpft (Raucher).
Vernünftig wär's, manche der Verordnungen einfach zu ignorieren - täte dies eine satte Mehrheit, würden die dazu erforderlichen Beamten mit der Strafverfolgung bald überfordert sein und die Angelegenheit von selbst erledigt sein. Gaststätten könnten sich ja künftig als Nicht- oder Raucherlokale ausweisen, so hätten die Besucher die Wahl. Schwierig wär's bloß in kleinen Ortschaften mit nur einem Wirtshaus. Aber auch dieses verfügt meistens über ein Extrastüberl, welches der einen oder anderen Klientel je nach Besuchermenge "zugteilt" werden könnte.
Und jetzt zünd' ich mir ein Zigaretterl an...

mande ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2006 21:20
#6 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Nun, habe geschrieben dise Geschichte, einfach weil mir das Tema spassgemacht hat. Selbst bin ich Nichtraucher und Antialcoholiker. Und muss sagen, bin froh. Und bin mir froh, wenn kein Rauch in meine Nähe komt. Rauchen ist schädlich, auch wenn ich es ihnen gönne die Raucher, einen freien Platz zu haben.

Mit Grüssen,
Mande

Enno Ahrens ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2006 12:20
#7 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

... und was ist mit den Raucherbeinigen?

HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

06.12.2006 12:35
#8 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Ja, ist schon grausam und leider auch wahr; viele Menschen lassen sich trotz schwerer Erkrankungen nicht vom Rauchen abbringen.
Deine Karrikatur könnte also fast schon als realitätsnahe Skizze durchgehen. 'Szenen vorm Klinikum' oder so.

Zigaretten erzeugen die größte Abhängigkeit im Kopf, der Glimmstängel beruhigt die Nerven, so heißt es und so denkt man. Da ist es doch eigentlich kein Wunder, wenn die Leute in Krisensituationen erst recht daran festhalten.
Teufelskreis.

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

06.12.2006 12:52
#9 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Ich saß mit drei Kettenrauschern zusammen im Zimmer. Was blieb mir anderes übrig, als auch der Droge zu verfallen?

Seit vielen Jahren bin ich allerding "clean". Ich rühre die Dinger nicht mehr an. Hat schon einmal jemand einen Raucher geküßt, wenn man selbst Nichtraucher ist?

Mein Schwiegervater war auch starker Raucher. Dann bekam er TBC. Sogar im Krankenhaus hat er nicht mit dem Rauchen aufhören können. Bald hat man einen verkrebsten Lungenflügel herausnehmen müssen. Nach über zehn Jahren Siechtum starb er - Lungenkrebs. Sein Tod war kein schöner, wirklich nicht.

Also Leute, laßt die Finger davon. Dann werdet ihr auch mehr geküßt, ganz sicher.

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

06.12.2006 13:05
#10 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Stimmt,

und ich küsse für mein Leben gern. Ich bin nur einem verfallen: Knoblauch...

Karl K ( gelöscht )
Beiträge:

06.12.2006 15:40
#11 RE: Kampf gegen Zigaretten antworten

Mich erstaunt, wie wenig bekannt die Wirkung von Nikotin ist. Sie hängt davon ab, wie schnell der Stoff aufgenommen wird.
Der seltenste Fall dürfte der Pfeifenraucher sein, der am Sonntagnachmittag über Stunden den Tabak konsumiert. Er nimmt das Nikotin sehr langsam auf und verspürt eine anregende Wirkung, ihm kommen mehr oder weniger nützliche Gedanken.
Im häufigsten Fall wird Nikotin binnen weniger Minuten aufgenommen. Seine Wirkung spricht Bände: schnell aufgenommen wirkt Nikotin angstdämpfend. Das läßt sich gut beobachten, wenn man Raucher im Flur von Gerichtsgebäuden antrifft, die in einer für sie ungewohnten Situation durchaus mehrere Zigaretten schnell hintereinander aufsaugen. Viele Raucher wähnen, der Konsum lindere Aufregung. Tatsächlich geht es aber um Angst, wobei Aufregung natürlicherweise ein Symptom darstellt. Forschungen zeigen, das die Mehrheit der Tabaksüchtigen (im Volksmund Raucher genannt) den Nikotinspiegel im Blut innerhalb eines individuellen Bereichs hält und somit den individuellen Angstpegel reguliert. Soviel zum Nikotin. Als Faustregel gilt: Tabak enthält über 3000 chemische Substanzen, etwa 300 sind bekannt, 30 Substanzen sind giftig, 3 sind hochgiftig. Jetzt fragt mich nicht, wie die sie heißen, alles bringt mein Erinnerungsvermögen nicht hervor. Es dürfte weit bessere Stoffe geben, die Angst (bzw. "Aufregung") lindern.
Auch ist wenig bekannt, dass Tabaksucht eine anerkannte Erkrankung ist, die im Bedarfsfall in den Suchtabteilungen von Psychiatrien behandelt wird. Wen wunderts, dass die Patienten dort erst einmal für sie neue Möglichkeiten zum Umgang mit Angst erlernen?
Die Weltgesundheitsorganisation hat vor einigen Jahren das Suchtpotenzial der vielfältig vorhandenen suchtgefährdenden Stoffe eingestuft. Tabak steht unmittelbar über Alkohol, ist also ein klein wenig suchtgefährdender.

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