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Dieses Thema hat 25 Antworten
und wurde 862 mal aufgerufen
 Lustiger Marktplatz mit eigenem Springbrunnen
Seiten 1 | 2
Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

13.10.2006 07:58
#16 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Einen schönen guten Morgen, Ihr Lieben!

ich war auf der Seite von Javad Parsay und sie hat mir sehr gut gefallen, zumal er auch die Hintergründe des Neujahresfestes so schön erklärt hat. Unser Frühjahrsputz wird ja auch in Deutschland gern praktiziert.

Hadschi Firouz habe ich gar nicht erwähnt. Das muss einen psychologischen Hintergrund haben. Denn ich habe mich als ich noch sehr klein war, vor seinem schwarzgefärbten Gesicht gefürchtet. Dabei ist er wirklich eine ganz wichtige Figur beim Norouz-Fest. Er vertritt die Rolle des Narren (und des Schenkenden), denn außer guten Wünschen hat er eine Menge Süßigkeiten in seinem Sack, den er unter Kindern verteilt. Er tanzt fröhlich singend durch die Straßen mit einem großen Tambourin und hinter ihm tanzen alle Kinder und Erwachsenen, die sich noch wie Kinder fühlen.

Was die Fische auf dem Norouz-Tisch betrifft, muss man sich ganz schön ranhalten, um welche zu bekommen. Stellt euch mal vor, eine Stadt wie Teheran (13 Mio. Einw.) auf der Suche nach Goldfischen! Sie sind wirklich sehr wichtig, weil sie außer der Zeitansage (heute natürlich ist das durch die Technik nur noch ein schöner Ritus) auch Glück und Reichtum symbolisieren.

Was die Eier betrifft, werden sie - wie auch hier zu Ostern - eingefärbt, aber vorwiegend mit Naturfarben (wie Zwiebelsaft). Die Eier müssen hartgekocht sein. Nach ein paar Tagen setzt man sich zu zweit gegenüber, jeder ein Ei in der Hand und stößt die Spitzen gegeneinander. Derjenige, dessen Ei unbeschädigt bleibt, darf sich etwas wünschen.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass es da Verbindungen gibt (Hadschi Firouz - Weihnachtsmann, gefärbte Norouzeier - Ostern, auch hier in Deutschland gibt es den alten Brauch des Feuerspringens um sich innerlich zu reinigen).

Ich habe mal vor Jahren ein Norouzgedicht gemacht:


Noruz

Wenn klirrend das letzte Eis zerbricht
und Tautropfen an den Zweigen weinen,
wenn Schnee zerschmilzt im Sonnenlicht
und zartes Grün sprießt zwischen Steinen,
wenn warm der Hauch von Frühlingsduft
die müde Erde zärtlich weckt,
an kahlen Zweigen in blumiger Luft
manch‘ Knospe der Hoffnung zum Lichte sich reckt –
dann öffnet sich endlich der Erde Schoß;
aus ihr erblüht nun Vielfalt und Leben
und überwuchert Moder und Moos,
um uns wieder neue Hoffnung zu geben.

Willkommen Noruz, Neubeginn!
in deiner Macht liegt mein Geschick.
Gib meinem Leben wieder Sinn
und auch ein kleines Stückchen Glück!
Du unvergessene Tradition,
du überdauerst jede Zeit,
ob Krieg, ob Schah, ob Religion –
stets zeigst du dich im Frühlingskleid.

Ein Glas mit Goldfisch schmückt den Tisch,
der liebevoll und bunt gedeckt.
Bin ich nicht selbst ein kleiner Fisch,
der sich im fremden Teich versteckt?
Ich denk an Dich, mein schöner Iran,
an duftende Rosen, Granatapfelbäume.
an Schiraz, Yazd und Isfahan,
Basare, Geschichten und Kindheitsträume.
Im kalten Norden friert nicht nur das Herz
und sehnt sich in die Wärme zurück.
Oh fröhliches Noruz, nimm Kummer und Schmerz
und bring mir die Hoffnung und ein kleines Glück.




HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

16.10.2006 12:57
#17 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Was für ein schönes Gedicht ...

Du hast ein ganz schönes Schreib-Talent.


Der restliche Thread birgt ja auch eine Menge an neuen Informationen, wow, da kann man richtig was lernen.
Und so ist es geschehen:
Aus dem Ärger um eine absolut idiotische TV-Serie ist ein so lehrreicher, informativer Thread geworden.


Nachtrag von mir zum Thema:
Das mit schlimmste an der Berichterstattung um den 11. September, aus dem ja im Endeffekt der Irrsinn, der darauf folgte und bis jetzt noch anhält, resultiert ist, war für mich:
Mit Bildern aus den Ländern, die von westlichen Nationen im 'besten Fall' lediglich keine Hilfe erfahren, im schlimmstenfall durch die ausgebeutet werden, wird ja für gewöhnlich enorm gespart. Als es dann passierte, am 11. September, haben sie alle sofort die Live-Schaltungen in die Slums geschaltet, wo Straßenkinder und der Pöbel die Anschläge feierten. Das ist ein solches, dermaßen böswillig aus dem Zusammenhang gerissenes Bild gewesen, dass einem nur schlecht werden kann.
Könnte noch stundenlang weiter schreiben, aber ich glaube, das wird dann nur ausufern ...
Ich bin jedenfalls seither, was Nachrichten angeht, noch vorsichtiger geworden, da begrüße ich das Internet, da kann man ja diverste Meldungen an tausend Stellen nachlesen, miteinander abgleichen, oder sich sonstiges Hintergrundwissen verschaffen.

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

17.10.2006 15:30
#18 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Ach Christine,

es freut mich, wie Du schreibst. Zwei Tage nach dem Anschlag damals musste ich in den Iran. Du glaubst gar nicht, wie mich hier einige Mitarbeiter angesehen haben, weil ich freiwillig dorthin flog!
Dieses Vermischen und Vermengen von Dingen, die gar nichts miteinander zu tun haben, hat mich schon immer bedrückt. Als ich einen Brief an eine Kollegin aus Teheran sandte, haben sie erst einmal hier den Sicherheitsdienst alarmiert, weil ich den Brief nur persisch beschriftet hatte und vergaß, den Absender in lateinischer Schrift hinzuzufügen. Das war so eine Hysterie hier. Das Schlimmste aber war für mich: Iran hatte als Land überhaupt nichts mit den Terroristen zu tun. Das waren Terroristen aus verschiedenen arabischen Staaten. Kein einziger Iraner war darunter. Trotzdem hat diese Dumpfbacke Bush Irak/Iran als "Achse des Bösen" bezeichnet. Da war uns dort von Anfang an klar, dass die USA vorhatten, dort einzumarschieren. Seit wir das Öl selbst verwalten, sind wir dem Westen ein Dorn im Auge.
Weißt Du, solange ein Diktator die schmutzigen Spielchen der US-Politik mitspielt, kann er sein Volk unterdrücken, Menschen ermorden etc. Wenn er aber wagt, aufzumucken und die Regeln veränderst, dann ist er fällig. Das haben wir bei Saddam gesehen. Die Hoffnung im Orient liegt auf Europa, obwohl auch Frankreich und Deutschland im Iran-Irak-Krieg beide Länder mit Waffen beliefert haben. Die Versuchung ist immer groß, auch mit schmutzigem Geld Geschäfte zu machen.
Es gibt nur eine Hoffnung: Den Dialog zwischen den Kulturen - immer und immer wieder. Das geht nur mit Toleranz und Menschenliebe.

Liebe Grüße
Aramesh

Wanderfalkin Offline




Beiträge: 1.166

17.10.2006 21:07
#19 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

ja die hysterie ist schon zum verzweifeln. ich weiss noch als der film nicht ohne meine tochter lief. da haben einige meiner deutschen bekannten, die mit einem iraner verheiratet waren, einiges gehört von ihren kollegen. wie sie nur einen iraner heiraten konnten und ob es zuhause auch so schlimm wäre und und und. ich kannte die männer dieser frauen. absolut liebe menschen. diese blöde schwarz-weiss malerei ist schon zum k... wie schnell lassen wir uns in diese denkweise mit hineinziehen?
manchmal denke ich wir befinden uns eh schon längst wieder im krieg. ein krieg der firmen um die rohstoffe.da möchte ich nicht mitmachen

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

18.10.2006 13:38
#20 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Ja, liebe Wanderfalkin, Du hast Recht!

Das Problem liegt darin, dass wir in unserer Welt zwar näher aneinanderrücken, dass aber auch die Medien an Macht gewinnen und ebenso politische Denkweisen, die intolerantes Gedankengut bergen, sowie halt eben auch wirtschaftliche Interessen. So wird versucht, damit suggestiv auf die Menschen einzuwirken. Am besten kann man das doch in den USA beobachten, wo die Bürger wirklich durch die Regierung in Angst und Schrecken versetzt werden. Bush regiert eindeutig mit der Angst der Normalbürger. Der Anschlag letztendlich - so schrecklich er war - ist auch eine furchtbare (und inakzeptable) Antwort auf die amerikanische Außenpolitik.
Ich habe vor einigen Jahren hier an der Uni einmal einen Vortrag über Iran gehalten, der gut ankam und aufgrund seines Titels (Iran - die verlorene Würde) für Zulauf sorgte. Christine hatte den Vorschlag, ihn hier vielleicht auch in die Foren zu nehmen (vielleicht in meinem Patchwork-Türmchen?). Wenn sie wieder da ist, frage ich sie mal.
Ich würde im Patchworktürmchen auch gerne einmal einen Reiseerlebnisse-Thread eröffnen mit allen, die Lust dazu haben. Da gibt es bestimmt auch lustige und schöne Begebenheiten.
Ich war zuletzt im Juli im Iran, wenn auch der Anlass ein trauriger war (meine Schwiegermutter, die ich wie eine eigene Mutter liebte, ist gestorben). Trotz alledem haben wir auch schöne Zeiten mit der Familie erlebt, und ich habe eigentlich schon wieder Heimweh, wenn ich daran denke. So ein Wanderer zwischen den Welten zu sein, ist schön, hat aber auch eine schwermütige Seite, weil man nie so richtig wurzelt.
Ich wünsche Dir alles Liebe
Aramesh

mande ( gelöscht )
Beiträge:

18.10.2006 15:05
#21 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Eigentlich sollte dies ja ein lustiger Marktplatz mit eigenem Springbrunnen sein. Na, ja.

Ganz kurz zu Israel und automatisch zum Judentum/Jude als Mensch.
Mag Israel mit seiner Politik nicht immer klug handeln, Auch Juden unterscheiden sich nicht von anderen Menschen, weder im guten, noch im Bösen. Auch nicht von der Intelligenz. Juden wird ja oft, auch heute noch, eine besondere Intelligenz angedichtet.
Doch eines ist klar und daraufhin ist Israels Denken ausgerichtet, mag es auch verschiedene politischen Meinungen in Israel geben, wie in allen demokratischen Staaten; Niemals mehr werden sich die Juden wie Schafe abschlachten lassen, wie es in der Nazizeit war. Nie mehr. Und wenn es nach vielen arabischen Staaten ginge; sie würden die Juden abschlachten!
Und niemand wünscht sich mehr Frieden als Israel. Schon aus reinen Vernunftsgründen. Und nicht Israel schadet die Palestinänser. Sondern es sind die ´Glaubensbrüder´der Palestinänser. Für die sind die Palestinänser Schachfiguren, meist Bauernopfer, für ihre Politik.
Natürlich gibt´s auch in Israel ´Rechtsradikale´. Einige sogar, die sich von den Nazis garnicht weit unterscheiden. Doch das ist eine verschwindend kleine Minderheit, die von einem Grossisrael träumen. Nach mehr Raum!
Und die meisten aversionen gegen die Juden, auch heute noch,
sind rationell nicht zu begründen. Oft wird die Religion mit einem ´grausamen´Gott genommen.Wobei die meisten, besonders die jungen Israelis vom Tenach (Altes Testament) viel weniger wissen, als Nichtjuden meinen könnten. Und noch immer schwiert bei vielen Menschen, sogar bei sonst klugen, der Gedanke an der unmoralischen Geschäftstüchtigkeit der Juden, in ihren Köpfen.
Wir selbst haben auch viele palestinänsische Freunde in Helsinki, mit denen wir in einem regen Kontakt stehen. Und es gibt ein regelmässiges Treffen zwischen Juden, Moslems(Jetzt die meisten aus Somali) und Christen.
Na, ja. Wie dem auch sei. Dies war nur eine kleine Bemerkung zu einem grossen Tema.

Am yisrael chai!

Mit shalom.
Mande


Mit shalom deshalb, weil es ein friedenstiftendes Wort ist.

P.S.:
Tenach:
Abkürzung der drei Worte: Tora (Pentateuch), Newiim (Profeten) und Ketuwim (Hagiographen), das ist: die Bibel.

[ Editiert von Administrator mande am 18.10.06 15:12 ]

[ Editiert von Administrator mande am 18.10.06 15:16 ]

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

18.10.2006 16:19
#22 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Lieber Mande,

für dieses Thema hätten wir tatsächlich einen eigenen Thread machen sollen. Es ist auf jeden Fall schön, dass auch Du Dich zu diesem Thema äußerst, und in einem hast Du Recht:

[color=navy]Zitat: Doch eines ist klar und daraufhin ist Israels Denken ausgerichtet, mag es auch verschiedene politischen Meinungen in Israel geben, wie in allen demokratischen Staaten; Niemals mehr werden sich die Juden wie Schafe abschlachten lassen, wie es in der Nazizeit war. Nie mehr.


Doch hier - denke ich - irrst Du:

Zitat: Und wenn es nach vielen arabischen Staaten ginge; sie würden die Juden abschlachten! Und niemand wünscht sich mehr Frieden als Israel. Schon aus reinen Vernunftsgründen.

Dein erster Satz ist leider auch ein pauschalisierendes Vorurteil. Wie Du weißt, bin ich selbst vom Matriarchat Jüdin. Mein Vater ist Iraner und auch Moslem. Ich kann beides in mir gut vereinen, weil meine Eltern die Toleranz besaßen "Das Andere anders sein zu lassen" und einander nicht verändern wollten.
Ich erlebe Anfeindungen gegen beide Teile in mir, aber ich sehe auch Versöhnungszeichen auf beiden Seiten. Es ist nicht das Privileg der westlichen Welt und der Juden, sich Frieden zu wünschen. Die Politik ist es, die die Menschen entzweit.

Zitat: Und nicht Israel schadet die Palestinänser. Sondern es sind die ´Glaubensbrüder´der Palestinänser. Für die sind die Palestinänser Schachfiguren, meist Bauernopfer, für ihre Politik.

Das ist nicht ganz richtig. Als der Staat Israel gegründet wurde, hat man vergessen, den Palästinensern auch Rechte einzuräumen. Das ist die Wurzel allen Übels. Auch Israel hat an den Palästinensern gesündigt. Die sog. Besiedlungspolitik ist nur ein kleines Beispiel. Sicherlich sind die Palästinenser Bauernopfer, weil sie instrumentalisiert werden. Das Schreckliche ist, das Gewalt stets Gegengewalt erzeugt. Aber der Wunsch nach Frieden ist auch bei den Menschen dort stark vertreten. Wie Du weißt grüßt man im Orient mit SALAM, was ebenfalls Frieden heißt. Das Traurige ist doch, dass immer nur über die Akteure berichtet wird, die schlimme Taten verrichten.

Darum kann ich diese Pauschalisierungen auch nicht akzeptieren. Es gibt auch enge Freundschaften zwischen Juden und Palästinensern. Doch das interessiert die Welt nicht. Aktionismus rückt da immer in den Vordergrund, besonders wenn er sich aufreißerisch präsentiert. Ich fühle mich jüdisch, aber ich kann trotzdem nicht gutheißen,was dort geschieht. Man hat nicht das Recht, auf andere Köpfe einzuschlagen, nur weil man selbst verfolgt, massakriert und gepeinigt wurde.

Zitat: Wir selbst haben auch viele palestinänsische Freunde in Helsinki, mit denen wir in einem regen Kontakt stehen. Und es gibt ein regelmässiges Treffen zwischen Juden, Moslems(Jetzt die meisten aus Somali) und Christen.

Lieber Mande, das mache ich in Hamburg auch. Vor zwei Jahren haben die Türken angefangen, die Juden während des Chanukka einzuladen. Es wurden noch ein paar Fehler gemacht, aber es war heiter und schön. Daraus entstand dann die Idee Christen, Juden und Moslems zwecks Austausches an einen 6er-Tisch zu bringen, und zwar zwei von jeder Religion. Das hat vorzüglich geklappt. Dabei hatte ich regelmäßig Probleme, mich auf den richtigen Platz zu setzen. Der Rabbi behauptet, ich müsse auf den jüdischen Platz, die Moslems sagen, Dein Vater ist doch Iraner, Du gehörst zu uns. Jedes mal ist eine andere Religionsgruppe dran, die anderen einzuladen. Dann wird gegessen, getanzt, sich ausgetauscht - und zwar, nicht darüber, was uns trennt, sondern über das, was uns verbindet. Die Lernbereitschaft auf allen Seiten ist sehr groß. Was aber die Menschen zusammenhält und zusammenbringt ist ein einfaches Wort: Toleranz. Ach hätten wir doch mehr davon!

Khoda hafez,
Aramesh[/color]

mande ( gelöscht )
Beiträge:

18.10.2006 17:31
#23 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Liebe Aramesh,
zunächst mal vielen Dank, für deine Antwort.
Es wäre vielleicht klug, eine eigene Rubrik zu öffnen.
Eine schnelle Antwort kann ich jetzt nicht auf deine Einwendungen geben. Weil ich befürchte, wir würden dann aneinander vorbeireden.
Aber das ist ja auch zunächst nicht das Problem.
Mein kleiner Beitrag war ein Beitrag, nach bestem ´Wissen´ und Gewissen. Neue Erkenntnisse, neues Nachdenken, neue Gespräche bringen natürlich neue Sichtweiten, für die ich immer, besonders was das jiddische/jüdische anbelangt, aufgeschlossen bin.
So lasst uns denn, da im grossen noch so viel im argen liegt,
im kleinen nach Gemeinsamkeiten suchen.
Mit vielen Grüssen und Shalom,
Mande

P.S.:
Du schreibst:
pauschalisierendes Vorurteil.

Bei einem pauschalisierendem Vorurteil hat man nicht nachgedacht. Wie bei einem Klischee.
Mein kleiner Beitrag war nach bestem ´Wissen´ und Gewissen! Das heisst, ich habe mich bemüht nach Wissen zu suchen und mein Gewissen zu fragen.
Und da mag mein Wissen gering sein. Aber es war nach besten Wissen. Zum lernen und für neue Erkenntnisse bin ich immer offen. Ob ich sie akzeptiere, oder annehme, ist wieder eine andere Sache. Das ist dann eine Frage des Gewissens.

Nun, zum Abschluss ein Wort von Rabbi Nachman von Brasslaw:
-Durch Freude kommt Friede in die Welt!-

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

19.10.2006 07:08
#24 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Lieber Mande,

verzeih mir, wenn ich Dich verletzt habe. Das lag überhaupt nicht in meinem Ansinnen. Gerade weil ich Dich so schätze, tut es mir doppelt Leid.
Deine Aussage


Zitat:
"Und wenn es nach vielen arabischen Staaten ginge; sie würden die Juden abschlachten!"


empfand ich aber als ein „pauschalisierendes Vorurteil“, die ich leider so oft zu hören bekomme, auch was den Iran betrifft.

Du hast Recht: Lass uns einen neuen Thread eröffnen. Ich mache das hiermit und setze hier eine (erlebte) Kurzgeschichte hinein, obwohl es für Kurzgeschichten ja einen Extra-Thread gibt. Aber sie passt so schön und außerdem bin ich gespannt, was die anderen so beitragen an Erfahrungen, Gedichten, Geschichten…

Der neue Thread soll heißen: "Was uns alle verbindet"

Shalom, Salam und Friede
Aramesh

mande ( gelöscht )
Beiträge:

19.10.2006 08:17
#25 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Lieber Aramesh,
wie kommst du darauf, dass du annehmen könntset, dass du mich verletzt hast, wegen pauschalisierend. Natürlich nicht.
Nein, ich wollte nur erklären, dass ich versuche, eben durch sich Wissen beschaffen und Nachdenken nicht in Klischees zu denken. In wie weit mir dies immer gelingt, ist eine andere Sache.
Denn ich weiss bei mir ja aus Erfahrung, das trotz allem Bemühen. am Ende es doch Klischee war, oder auch pauschalisierend.
Nein, gebrauche ruhig Wörter und Redewendungen, welche du meinst schreiben zu müssen. Denn ich fühle mich bei einer Discussion nie wohl, wenn ich das Gefühl habe, man versucht sich gegenseitig hochzujubeln. Eine Discussion kann ruhig manchmal ´hart´ geführt, solange das gegenüber als Mensch und Gesprächspartner geachtet wird.
Nun, so wünsche ich dir noch einen segensreichen, und vor allen Dingen, stressfreien Tag.
Mit vielen Grüssen und shalom,
Mande

P.S.:
Vielleicht könnte man ganz vom Lustiger Marktplatz wegkommen und einen anderen Platz finden.

[ Editiert von Administrator mande am 19.10.06 8:42 ]

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

19.10.2006 09:16
#26 RE: Krieg in der Wüste - oder so Antworten

Lieber Mande

Danke!

Aramesh

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