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HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

20.08.2006 15:23
RE: Die bekannte Welt - von Edward P. Jones antworten

Die bekannte Welt (von Edward P. Jones)

Ich kann das Buch nur empfehlen, kann mir aber sehr schwer nur vorstellen, dass es wirklich den Nerv der breiten Masse trifft. Ich bin ja eine Freundin des ausgefalleren Schreibstils und dieses Buch gehört eindeutig dazu.
Der Inhalt schlägt allerdings permanent in die Magengrube, mir zumindest. Teilweise waren Stellen darin, da wollte ich fast schon nicht weiter lesen, so schrecklich und ungerecht kam mir das Alles vor.
Ich bin übrigens froh, dass ich die gebundene Ausgabe habe, ich denke, dass ist eines der Bücher, die man sich zu den bedeutenderen in den Schrank stellen kann.


Hier die Kurzbeschreibung von amazon kopiert:


Am Abend, als sein Herr Henry Townsend stirbt, ändert sich zunächst nicht viel im Leben des Sklaven Moses. Ganz normal arbeitet er auch dann noch weiter, als seine Frau und die anderen bereits erschöpft und hungrig wieder in den Hütten sind. Nach 14 Stunden harter Arbeit befreit er sich schließlich aus dem Geschirr, das ihn mit dem Esel verbindet, nimmt eine Hand voll Erde in die Hand und schluckt sie herunter. Moses ist weit und breit der einzige Mann, der Erde isst -- anders als die Frauen, vor allem die Schwangeren, die sie "aus dem unerklärlichen Bedürfnis nach dem nährenden Etwas" verspeisen. Moses isst Erde, um die Stärken und Schwächen des Ackers zu prüfen. Und er isst sie, "weil ihn der Verzehr an das einzige band, das ihm in seiner kleinen Welt ebensoviel bedeutete wie das eigene Leben".
Nun ist Henry Townsend tot, und im Dasein der Sklaven hat sich etwas verschoben. Dass Townsend wie sie ebenfalls ein Schwarzer war, der, von seinem Vater freigekauft, die Farm erwarb, hat ihre Existenz nicht viel einfacher gemacht. In vielen kleineren und größeren Geschichten erzählt der 54-jährige, ebenfalls farbige Lektor und Journalist Edward P. Jones aus Washington D.C. in seinem Romandebüt Die bekannte Welt aus der Retrospektive die Biografie Henry Townsends nach. Er verfolgt das Schicksal seiner Untergebenen, beleuchtet die Machtverhältnisse unter den weißen Farmern, berichtet von Entwurzelten und Bodenständigen -- und entwirft so ein faszinierendes Panorama aus einer Zeit, wo die Hautfarbe die Lebenslinie der Menschen bestimmte. Und aus einer Zeit, wo jeder, der ausbrach, einen hohen Preis zu zahlen hatte.

Als Townsend stirbt, brechen Anarchie und Chaos aus auf seiner Farm. Erzähltechnisch ist in Die bekannte Welt davon nichts zu spüren. Denn Jones hält alle Fäden seines Plots souverän in seinen Händen. Episch breite, große, auf jeder Seite gelungene Literatur. --Stefan Kellerer

Kurzbeschreibung
Die bekannte Welt, sie endet in Virginia Mitte des 19. Jahrhunderts für viele an den Grenzen der Plantage, auf der sie geboren wurden. Und das gilt gleichermaßen für Sklaven, ihre weißen Herren sowie - kaum vorstellbar - für schwarze Sklavenhalter. Ein bahnbrechender Roman, der Einblick in ein weitgehend unbekanntes Kapitel amerikanischer Geschichte gewährt.

Henry Townsend gehört zu den Schwarzen, die es geschafft haben. Als junger Mann von seinem Vater freigekauft, ist er mit dreißig Jahren Besitzer einer Plantage und der dazugehörigen Sklaven. Er hat sich damit arrangiert, auf der Seite derjenigen zu stehen, für die der Wert eines Schwarzen sich lediglich in Arbeitskraft und Dollars bemisst. Rund um das Schicksal von Henry Townsend erzählt Jones Geschichten über Weiße und Schwarze, über Gewalt und Widerstand, über Realität und Magie. »Mit einer Dichte, die an William Faulkner und Gabriel García Márquez erinnert« (Newsday), verwebt Edward P. Jones unzählige Lebensgeschichten kunstvoll zu einem großen, unvergesslichen Bild einer Epoche. Ausgezeichnet mit dem Pulitzer-Preis.


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