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Dieses Thema hat 2 Antworten
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 Die geduldige Urne
Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

17.01.2008 07:13
RE: Das tut weh! antworten

In seinem Buch "Endstation Afghanistan" beschreibt der deutsche Soldat Achim Wohlgethan Taten der ISAF-Soldaten, die mich sprachlos machen. So lassen diese unter anderem Kinder über Minenfelder laufen, um zu prüfen, ob Minen vorhanden sind. Wie sie das machen? Sie zeigen den Kindern mit hocherhobenen Händen Äpfel und werfen diese auf die Felder. Die Kinder laufen freudestrahlend hinterher. Explodieren die Minen - Pech gehabt. Diese Tat rechtfertigt er damit, dass man sehr viel Zeit benötigt, Minenfelder ausfindig zu machen und zu säubern. Im Krieg herrschen eben andere Gesetze, meint er, und man wolle ja schließlich wieder heil nach Hause kommen. Und was ist mit dem Auftrag, dort das Leben zu schützen?

Hier im Westen, der sogenannten Ersten Welt, wird verurteilt, wenn Länder der sogenannten Dritten Welt Kindersoldaten in den Krieg schicken. Deutsche Soldaten aber benutzen dort Kinder, um ihre eigene Haut zu retten. Na prima! Mir verschlägt es die Sprache vor so viel Menschenverachtung...

IMUDI - Initiative Menschenrechte und Demokratie - IRAN
"Möge Deine Hand niemals schmerzen!"
Barbara Naziri - Literaturgarten der Aramesh

greatmum4 Offline




Beiträge: 2.558

30.01.2008 01:41
#2 RE: Das tut weh! antworten

Das macht sprachlos! Aber wundern tut es mich nicht. Habe schon zuviel (Kinder-)Leid hinter den Kullissen gesehen. Viele viele Deutsche sind einfach kinderfeindlich!

Wer von sich behaupten kann, er sei ohne Fehler - ist selbst einer!

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

30.01.2008 07:37
#3 RE: Das tut weh! antworten

Hallo, liebe Rosi,

ich denke, hier geht es ganz lapidar nur darum, die eigene Haut zu retten. Das bedeutet für mich mangelndes Verantwortungsbewusstsein und unzureichende Vorbereitung und Schulung auf den Krieg sowie natürlich eine gehörige Portion Menschenverachtung. Gerade Kinder sind die Schwächsten in der Reihe der (unfreiwilligen) Kriegsteilnehmer.

Bei uns an der Uni läuft zur Zeit eine sehr gut besuchte Ringvortragsreihe "Sicherheit versus Freiheit" mit anschließender Diskussionsrunde. Darin geht darum, dass die Demokratie immer mehr auf Kosten der sog. Sicherheit beschnitten wird (Flugzeugabschüsse, Lauschangriffe, Eingriffe in die Privatsphäre unbescholtener Bürger, um nur ein paar Beispiele zu nennen). Der nächste Redner ist am 19.2. Burghard Hirsch mit seinem Vortrag über Menschenrechtsverletzungen. Werde auf jeden Fall hingehen. Ich frage mich, wo das hinführt, aber solange noch Menschen wachsam sind und sich nicht einlullen oder verängstigen lassen, ist Hoffnung.

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