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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 496 mal aufgerufen
 Buchbesprechungen
Revee ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2008 17:40
RE: Schreibratgeber "Vier Seiten für ein Halleluja" antworten

"Vier Seiten, mehr lesen Verlagslektoren von unverlangt eingesandten Manuskripten nicht, so die beliebte Klage abgelehnter Autoren. Verlagsborniertheit? Nein, Profis können tatsächlich nach den ersten Seiten sehen, woran ein Text krankt. Da wird zu viel erklärt, oder die Personen bleiben blass, oder der Text ist mit Adjektiven überladen oder ...
Wenn solche Probleme in einem Text auftauchen, wird der Lektor ihn schnell beiseite legen, und die Autorin oder der Autor erhält einen der beliebten, nichtssagenden Formbriefe. Probleme, die auf den ersten vier Seiten auftreten, setzen sich nämlich in aller Regel im Rest des Manuskripts fort.
Dieses Buch hilft Ihnen, wie ein Lektor anhand der ersten vier Seiten die Schwächen Ihrer Texte zu erkennen. Witzig und fantasievoll zeigt Hans Peter Roentgen an unterschiedlichsten Manuskripten, wie Sie das Potenzial Ihrer Geschichten entwickeln und Probleme erkennen können." (aus der Buchbeschreibung)

Eine Leseprobe gibt es auch.

Mehr Infos hier:

Vier Seiten für ein Halleluja

Ich finde den Ratgeber wirklich gelungen. Humorvoll und plastisch geschrieben und anhand der zahlreichen Textbeispiele ist alles hervorragend nachvollziehbar.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Lionne

P.S. Habe den Beitrag auch im Skriptorium gepostet. Da das aber nicht für alle zugänglich ist, dachte ich, ich lasse ihn hier auch noch stehen. Oder hat sich da in der langen Zeit meiner Abwesenheit etwas an den Benutzerregeln geändert?

[ Editiert von Revee am 10.01.08 17:50 ]

HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

01.02.2008 12:23
#2 RE: Schreibratgeber "Vier Seiten für ein Halleluja" antworten

Das klingt ja super und der Titel, der zunächst für einen Schreibratgeber befremdet, ist ja an Genialität gar nicht mehr zu übertreffen, wenn man erst einmal weiß, worum es geht.

Trotzdem frage ich mich, wie manche Autoren es zu Spitzenautoren gebracht haben, wenn man alleine schon diesem grob umrissenen Leitfaden folgt. Gerade habe ich mich zum Beispiel an einem Buch von Barbara Vine versucht, die mir als 'grandiose' Autorin wärmstens empfohlen wurde. Kennt die jemand? Ich bin nicht in der Lage das Buch zu ende zu lesen. Ich habe ja tapfer durchgehalten, obwohl die meine Phantasie mit den unsäglich langen Beschreibungen und somit Tonnen von Adjektiven von Anfang an erdrückt hat. Der Gedultsfaden ist mir dann endgültig gerissen, als ich nach einer vollen halben Seite Erklärung aus welchem Zimmer mit welchem Namen und welchen Erkennungsmerkmalen, jene Decken in jenen Farben mit jener Beschaffenheit geholt wurden, da schlage ich um und lese:
'obwohl er nur einmal dort gewesen war, hatte er den Lageplan erstaunglich gut im Kopf.'
Und dann folgt der nächste Salmon, wie und wo, warum welches Haus wo steht, mit welchen Pflanzen, Blumen und Bäumen in welcher Farbe, Wuchs und mit welchem Geruch an welcher Stelle, in welcher Nachbarschaft, welchem Blütestand ...

Da habe ich einen Anfall gekriegt. Und das auch noch im Diogenes Verlag, von denen ich eigentlich pfiffigere Sachen gewöhnt bin.

Pardon, da musste ich loswerden ...

Übrigens: Schön Dich wieder zu lesen, Revee.

Christine

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

01.02.2008 14:41
#3 RE: Schreibratgeber "Vier Seiten für ein Halleluja" antworten

... vielleicht war der Lektor der Lehrling?

Sylvia

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