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Dieses Thema hat 7 Antworten
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 Buchbesprechungen
zaza Offline




Beiträge: 13.233

23.02.2007 01:10
RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Aus der Amazon.de-Redaktion
Auf der Grundlage neuerer archäologischer Funde in Verbindung mit einer ebenso akribischen wie kritischen Analyse historischer Quellen versucht der amerikanische Religionswissenschaftler James Tabor die Familiengeschichte Jesu Christi offen zu legen. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass Jesus aus rein politischen Motiven am Kreuz sterben musste: "Jesus gründete keine Kirche, sondern strebte nach einem Thron."

Nach den vom Autor ausführlich dargelegten Erkenntnissen entstammte Jesus von Nazareth keiner Handwerkerfamilie, sondern einem bis auf König David zurückführbaren Königsgeschlecht, was den Erstgeborenen zu einem legitimen Thronanwärter gemacht habe. Aus eben diesem Grund hätten die Römer ihn in dem Moment hingerichtet, als man ihn öffentlich zum König ausgerufen habe. Tabors Neuinterpretation erstreckt sich über die religionsstiftende Kreuzigung hinaus auf die gesamte Geschichte des frühen Christentums. So versucht er insbesondere zu zeigen, dass es nicht Paulus und Petrus waren, die als Nachfolger des Gekreuzigten die neue Kirche befestigten, sondern dass vielmehr dessen Verwandte sich an die Spitze der aus damaliger Sicht neureligiösen Bewegung setzten. Und dies nicht -- zumindest nicht vordringlich -- um einer religiösen Botschaft willen, sondern weil sie der römischen Herrschaft ein Ende bereiten wollten.

Eine ungemein spannende Lektüre, die die Diskussion um den "historischen Jesus" neue beleben wird. -- Alexander Dohnberg

Kurzbeschreibung
MILLIARDEN MENSCHEN KENNEN DIE GESCHICHTE. EINER SAGT, WIE ES WIRKLICH WAR.

Die Wahrheit über Jesus und seine Familie. Der Ursprung des Christentums neu gedeutet.

Nicht Petrus, der Fischer, und nicht der Apostel Paulus waren die Nachfolger Jesus'. Die "Jesus-Dynastie" gründete auf Brüdern und Verwandten des legitimen Königs der Juden. James Tabor stellt aufgrund langjähriger wissenschaftlicher Forschung und archäologischer Funde wesentliche Pfeiler des Christentums in Frage. Er gibt Jesus und seiner Bewegung ein menschliches Gesicht und eine politische Botschaft.

Dan Browns "Da-Vinci-Code" war gestern. Den wirklichen Sprengstoff birgt das neue Buch von James Tabor. Jesus starb nicht am Kreuz, weil er eine neue Religion verkündete. Die Römer richteten ihn, weil er als Mitglied einer königlichen Familie das Recht, König der Juden zu sein, für sich beanspruchte. Jesus begründete eine königliche Dynastie, die ihre Wurzeln auf König David zurückführte. Für James Tabor sind Spekulationen um eine heimliche Ehe Jesus' mit Maria Magdalena genauso unbewiesen wie irrelevant. Aufgrund seiner jahrzehntelangen Beschäftigung mit religiösen und historischen Texten sowie umfangreicher archäologischer Untersuchungen in Palästina, etwa zum geheimgehaltenen Fund eines Grabes der Jesus-Familie in Jerusalem, erzählt Tabor eine andere Jesus-Geschichte als die christlichen Kirchen. Er entzieht mit seinen Erkenntnissen zentralen Inhalten der christlichen Jesus-Vorstellung, die auf Paulus zurückgeht, ihr Fundament: Jesus wollte keine neue Religion gründen; seine Lehre basierte nicht auf der humanistischen Idee einer neuen Brüderlichkeit, und er verkündete auch nicht, dass der Glaube an ihn ewiges Leben im Paradies eröffne. Die Botschaft von Jesus und seinen Nachfolgern - alles Jesus-Brüder - war sehr viel irdischer. Jesus und seine Bewegung strebten tiefgreifende soziale Veränderungen und den Zusammenbruch der römischen Herrschaft an. Dabei negiert Tabor keineswegs den spirituellen Hinter grund dieser Bewegung. Fest in der jüdischen Religion verankert, wollten Jesus und seine Anhänger mit ihrer sozialen Revolution die Verkündigungen der Propheten erfüllen.

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Das Buch muss ich haben

Lieb Gruß

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

23.02.2007 07:58
#2 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Das klingt wirklich spannend. Wenn Du es gelesen hast, sag mal Bescheid, ob das Buch hielt, was es versprach. Habe momentan noch eine Bücherhalde zu lesen und käme nicht dazu.

Liebe Grüße

IMUDI - Initiative Menschenrechte und Demokratie - IRAN
"Möge Deine Hand niemals schmerzen!"
Barbara Naziri - Literaturgarten der Aramesh

zaza Offline




Beiträge: 13.233

23.02.2007 20:51
#3 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Eine Bekannte hat es schon gelesen und sagte - sie hat angefangen und konnte es nicht mehr weglegen - ch sag dir dann bescheid

Lieb Gruß

zaza Offline




Beiträge: 13.233

02.03.2007 11:43
#4 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Das Buch ist da

hab schon angefangen zu lesen und kann schon mal sagen - es ist kein Roman sondern eher in die Reihe der Sachbücher ein zu reihen

Lieb Gruß

mande ( gelöscht )
Beiträge:

02.03.2007 18:47
#5 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Nun, liebe Zaza,
zu folgenden zwei Sätzen:
Die Wahrheit über Jesus und seine Familie. Der Ursprung des Christentums neu gedeutet.

Der erste Satz ist eine Anmassung.
Der zweite: eine von, was weiss ich wieviel Deutungen.

Ja, ja. Jesus und keine Ende. Viele kochen so ihr finanzielles oder religiöses Süppchen.

Als ´Märchen´ für Erwachsene mögen die Bücher ja spannend sein.

Mit Grüssen
Mande, der dennoch lieber die Gebrüder Grimm liest.

juliamax Offline




Beiträge: 4.216

02.03.2007 20:46
#6 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Ich muß zugeben ich habe Dan Brown nicht gelesen. Ich habe zwar alle Bücher, weil sie meinen Mann interessieren, dennoch, ich frage mich manchmal, ob tatsächlich irgendjemand diese Thesen ernst nimmt?

Ich habe heute zufällig heute früh einem Historiker im Radio zugehört, der sich eingehend mit Da Vinci, Michelangelo u.a. befaßt und er meinte, Dan Brown sei das langweiligste, das er je gelesen hätte. Seine Sprache wäre, ich glaube, er sagte, einfältig. Daß man ein V in die Mona Lisa hinein interpretiere, wäre ebenfalls Schwachsinn. Dieses V könnte tausend Bedeutungen haben und für alle möglichen Abkürzungen (z.B. Victory) stehen. Bei der Verfilmung hätte er nur wegen des guten Weins, den er nebenbei trank, nicht eingeschlafen. Dann mußte ich aussteigen.

Gut, ich habe es tatsächlich nie gelesen und sollte es vielleicht einmal, um mir meine Meinung zu bilden. Aber selbst wenn ich es lese, wüßte ich doch, daß der Mann bestenfalls ein guter Autor ist, der seine Leser zu fesseln versteht. Und wenn dann noch Diskussionen um den Wahrheitsgehalt entstehen, glaube ich, lacht sich der Autor selbst ins Fäustchen, weil die Kasse klingelt. Und so wird es wohl allen Autoren ergehen, die glauben, wieder einmal eine angeblich ernstzunehmende neue These auf den Markt bringen zu müssen. Vom Unterhaltungswert will ich wirklich keine Abstriche machen, vom Wahrheitsgehalt schon.

Sylvia

zaza Offline




Beiträge: 13.233

02.03.2007 22:23
#7 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Jetzt musste ich nachschauen wer Dan Brown ist Von dem kenn ich nur den Da Vinci Code vom hörensagen - ja und eine DVD hab ich von dem Film aber die startet nicht bei mir - schlechte Kopie erwischt

Also der Autor meines Buches ist ein gewisser James D. Tabor von Beruf Archäologe.

Hier ein Linkzu einer Seite wo steht:

Zitat
JAMES D. TABOR ist Leiter des religionswissenschaftlichen Instituts der Universität von North Carolina. Sein Buch basiert auf seiner 30-jährigen Forschungstätigkeit sowie auf den neuesten archäologischen Entdeckungen, an denen er zum großen Teil selbst beteiligt war.



Und so liest sich auch das Buch - er verbindet die Aussage in den Evangelien mit dem was an Ausgrabungen her gegangen ist - stellt Verbindungen dazu her und darüber Fragen in den Raum. Also alles in allem sehr sachlich. Er macht keine Behauptungen. Am Beginn geht es um die Herkunft von Joseph und Maria - vor allen Dingen auf der Suche nach dem Vater von Jesus - dazu schreibt er - für einen Kleriker mag die Antwort das Jesus Vater eine Art heiliger Geist ist genügen - er aber wär Archäologe und für ihn gibt es nur Mann und Frau und dann ein Kind.

Wenn sich jemand von euch für Geschichte interessiert - dann sollte er das Buch lesen

Lieb Gruß

zaza Offline




Beiträge: 13.233

04.03.2007 14:22
#8 RE: Die Jesus-Dynastie antworten

Hier eine kleine Abhandlung des Buches, vom Beginn des zweiten Teils.

Zweiter Teil:

Eine jüdische Jugend in Galiläa

In dem Teil des Buches geht es um die Frage: Was können wir über Jesus von Nazareth wirklich wissen ?

Markus nimmt seinen Bericht auf als Jesus bereits 30 Jahre alt war. Von sechszehn Kapiteln beginnt bereits das achte schon mit den letzten Tagen des Leben Jesus. Auch Matthäus und Lukas widmen mehr als die Hälfte ihrer Schriften den letzen Tagen ebenso wie Johannes. So sind die ersten dreißig Jahre, fachlich >die verlorenen Jahre< oder als >Kindheitsevangelien< bezeichnet, hinter einen Schleier gerückt.

Der fünfjährige Jesus hat einmal am Sabbat zwölf Sperlinge aus Lehm geformt und Joseph schalt ihn weil er gearbeitet hat, woraufhin Jesus in die Hände klatschte und die zwölf Sperlinge flogen davon.

Einmal ging Jesus durch die überfüllten Gassen seines Dorfes und wurde von einem Kind an der Schulter angerempelt. Jesus geriet daraufhin in Zorn und sagte: "Du sollst deinen Weg nicht weiter gehen." worauf das Kind umfiel und gestorben ist.

Ein anderes Kind stürzte vom Dach und Jesus wurde beschuldigt es gestoßen zu haben. Da sprang er selbst vom Dach und hat es wieder zum Leben erweckt, damit es die Unschuld von Jesus bezeugen konnte.

Als Jesus älter war, arbeitete er mit Joseph als Zimmermann. Wenn dann einmal ein Brett zu kurz geschnitten wurde, hat Jesus das Brett in die länge gezogen bis es passte.

Als junger Mann ist Jesus nach Ägypten gereist um die Zauberkunst zu erlernen. Diese Aussage findet sich in den jüdischen Schriften immer wieder. Diese Legende wird auch vom grichischen Philosophen Kelsos referiert - der auch die Geschichte vom römischen Soldaten Pantera, der seiner Ansicht nach der Vater von Jesus war, geschrieben hat.

Andere Legenden berichten, Jesus sei als Kind nach Indien gereist, um bei hinduistischen Lehrern zu lernen, die er aber dann durch sein Wissen in erstaunen versetzt hat. Und da gibt es noch die phantastische Geschichte das Jesus mit seinem Onkel regelmäßig nach England gereist sei. Die Stadt Glastonbury in Sommerset beruft sich heute noch auch diese Aussage und ist deswegen ein beliebter Wallfahrtsort.

Es ist aber Tatsache das man über die ersten dreißig Lebensjahre von Jesus so gut wie nichts weiß. Herr Tabor versucht nun in seinem Buch archäologisches Material mit historischen Quellen inkl. den Evangelien zu verbinden um die Jahre des jungen Jesus etwas mehr zu beleuchten.

Jesus und seine Geschwister wuchsen in sehr armen Verhältnissen auf. Das Lukas-Evangelium liefert hierfür den Beweis. Nach dem Gesetzt der damaligen Zeit musste jeder erstgeborene Sohn >geopfert werden<. Gott sagte: >Alle erstgeborenen Israeliten gehören mir, sowohl bei den Menschen als auch beim Vieh< Es war aber erlaubt, den erstgeborenen Sohn durch eine Zeremonie >Auslösung des Sohnes< zu behalten. Es gab sicher zur Zeit Jesus noch Kulturen wo der erstgeborene Sohn tatsächlich geopfert wurde, aber die jüdische Gemeinde hat dieses Gesetz in eine Auslösung verwandelt.

Die Eltern hatten den Priestern dreißig Tage nach der Geburt fünf Silberschekel zu übergeben und nach vierzig Tagen musste das Kind in den Tempel gebracht und ein Brandopfer das aus einem Lamm und ein Sündopfer das aus einer Taube bestand geopfert werden. Für sehr arme Leute galt aber, dass man anstelle des Lamms auch eine weitere Taube als Brandopfer erbringen dürfen. In Lukas 2,24 steht geschrieben, dass Maria zwei junge Tauben als Opfer erbrachte, so ist es offensichtlich, die Familie war arm und konnte sich ein Lamm nicht leisten.

Eine andere Geschichte, und zwar die, die im heutigen Christentum gängige, erzählt Matthäus. Wo Joseph und Maria in einem Haus in Bethlehem wohnen und von Weisen aus dem Morgenland besucht und beschenkt werden. Wo Maria und Joseph dann fliehen um dem Zorn von Herodes dem Großen zu entgehen der jedes Kind unter zwei Jahren ermorden lässt und erst nach dem Tod von Herodes kommen sie zurück und lassen sich >in einer Stadt namens Nazareth< nieder. Hier wirft Tabor die Frage auf ob es denn Matthäus nicht bewusst war, das die Beiden ja aus Nazareth stammten. Es ist auch sehr fraglich das es diesen Kindermord je gegeben hat, denn der jüdische Geschichtsschreiber Josephus oder andere zeitgenössische Schreiber, hätten diese Tatsache in ihre Schriften sicher aufgenommen, wenn es sich tatsächlich so verhalten hätte. Nur eins kann mit Sicherheit gesagt werden. Herodes hatte Angst vor >einem Kind<, dass eines Tages den Thron Davids und den Titel König der Juden beanspruchen könnte.

Anmerkung von mir: Diese Angst hatten die ersten Päpste der katholischen Kirche auch und haben sie wahrscheinlich noch heute.

Tabor meint, wenn man die Geschichte die Lukas erzählt von seinen theologischen Zutaten befreit, dann klingt seine Version bedeutend Glaubwürdiger. Maria ist ein junges Mädchen das noch vor der Hochzeit schwanger wird und das uneheliche Kind im Anbau einer Herberge zur Welt gebracht. Das Kind wurde in Windeln gewickelt und in eine Futterkrippe gelegt. Acht Tage nach seiner Geburt, anlässlich seiner Beschneidung erhielt es dann den Namen >Jeschua bar Josef<.

Das Paar war gezwungen vierzig Tage im Raum Bethlehem-Jerusalem zu verbleiben damit sie die vorgeschriebenen religiösen Rieten vollziehen konnten. Tabor meint, es ist durchaus möglich, dass die drei in der Zeit im Stall wohnen blieben.

Lieb Gruß

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