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Dieses Thema hat 12 Antworten
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 Lustiger Marktplatz mit eigenem Springbrunnen
Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

04.01.2007 15:09
RE: Im Jahr des Schweines antworten

Wusstet ihr, dass 2007 in China das Jahr des Schweines ist? Da haben wir ja richtig Glücksschwein gehabt!
Kennt jemand sich aus und weiß Genaueres darüber?



Lieben Gruß

greatmum Offline




Beiträge: 7.842

04.01.2007 18:41
#2 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Jahr des Schweins
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Schwein (猪 zhū ) gilt nach dem chinesischen Kalender als ehrlich.

Schweinejahre (亥 hài ) sind:

* 30. Januar 1911 bis 17. Februar 1912 - Metall
* 16. Februar 1923 bis 4. Februar 1924 - Wasser
* 4. Februar 1935 bis 23. Januar 1936 - Holz
* 22. Januar 1947 bis 9. Februar 1948 - Feuer
* 8. Februar 1959 bis 27. Januar 1960 - Erde
* 27. Januar 1971 bis 14. Februar 1972 - Metall
* 13. Februar 1983 bis 1. Februar 1984 - Wasser
* 31. Januar 1995 bis 18. Februar 1996 - Holz
* 18. Februar 2007 bis 6. Februar 2008 - Feuer
* 5. Februar 2019 bis 24. Januar 2020 - Erde

Charakteristika


Menschen, die in Schweinsjahren geboren wurden gelten als ehrlich, tolerant, vertrauensseelig bis hin zu naiv. Sie agieren sehr ritterlich und sind bei Konflikten zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Da sie aber auch andere Menschen an ihren hohen moralischen Standards messen, sind sie oft enttäuscht


Neben dieser Einteilung werden jedem Jahr zusätzlich nach einem Rotationssystem die fünf Elemente Feuer, Wasser, Holz, Erde und Metall zugeschrieben, die wiederum spezifische Charakterzüge zum Gesamtbild beitragen:

* Metall – willensstark, ungeduldig, kritisch, prinzipientreu
* Wasser – offen für Vorschläge, diplomatisch, manchmal unrealistisch
* Holz – sehr kreativ, logisch, nicht wirklich durchsetzungsfähig
* Feuer – extrovertiert, perfektionistisch, sehr kritisch gegenüber anderen, charismatisch
* Erde – sehr sozial, geduldig und stabil, ausgeglichen und fair, kann aber, wenn man ihn ärgert, sehr unangenehm werden

mande ( gelöscht )
Beiträge:

04.01.2007 19:44
#3 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Hallo Aramesh,
Deine Frage:
Wusstet ihr, dass 2007 in China das Jahr des Schweines ist?

Nein, hab ich nicht gewusst. Gut es jetzt zu wissen.
Das heisst: Jeden Sonntag Schweinefleisch!
Mande


Lese jetzt gerade von greatmum dieses:
Charakteristika

Menschen, die in Schweinsjahren geboren wurden gelten als ehrlich, tolerant, vertrauensseelig bis hin zu naiv. Sie agieren sehr ritterlich und sind bei Konflikten zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Da sie aber auch andere Menschen an ihren hohen moralischen Standards messen, sind sie oft enttäuscht.

Na, werd dann doch Vegetarier bleiben!

Mande

[ Editiert von Administrator mande am 04.01.07 19:46 ]

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

05.01.2007 09:07
#4 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Guten Morgen, liebe Greatmum,

Vielen Dank auch für die Informationen zum Jahr des Schweines. Das waren interessante Aspekte. Betrachtet man es aus dieser Perspektive, ist das Symbol Schwein 猪 zhū hoch angesehen und birgt eine Menge Überraschungen. Schwein als Schimpfwort zu gebrauchen, wird für mich immer befremdlicher. Davon abgesehen, habe ich das Schwein an sich stets für sehr intelligent gehalten.



Zitat
Gepostet von mande
Menschen, die in Schweinsjahren geboren wurden gelten als ehrlich, tolerant, vertrauensseelig bis hin zu naiv. Sie agieren sehr ritterlich und sind bei Konflikten zu weitgehenden Zugeständnissen bereit. Da sie aber auch andere Menschen an ihren hohen moralischen Standards messen, sind sie oft enttäuscht.

Na, werd dann doch Vegetarier bleiben!

Mande



Ja lieber Mande,

aber genau diese Eigenschaften des Schweines sind es, die Du in Deinen Geschichten und Gedichten so fesselnd rüberbringst. Ich persönlich mag Schweinefleisch gar nicht so gern (hat nichts mit Religion oder so zu tun, sondern mit dem Geschmack) und wenn, dann ziehe ich Geflügel vor, obwohl man jetzt auch über Huhn oder Ente was bringen könnte und Lamm (das arme Opferlamm - leider schmeckts mir ausgezeichnet) sowie natürlich Fisch. Wir essen im Laufe der Zeit auch immer weniger Fleisch, einmal aus ethischen und zum zweiten aus gesundheitlichen Gründen. Aber ganz darauf verzichten können wir auch nicht.

Mit animalischem Gruß




[ Editiert von Administrator HolySmokes am 05.01.07 12:36 ]

mande ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2007 10:26
#5 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Nun, liebe Aramesh,
Kann man dann sagen:
Mensch bleiben, heisst Schwein bleiben!?

Mande

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

05.01.2007 12:08
#6 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Oh lieber Mande,

ich hoffe, wir begeben uns nun nicht auf's Glatteis. Schwein gehabt, bedeutet Glück. Schwein sein, bedeutet bekanntlich einen miesen Charakter zu haben. Aber das sind dann doch weit hergeholte Vorurteile. Denn andererseits leben wir nun im Jahr des Schweins, dass laut Greatmum's Recherchen einen liebenswerten und angenehmen Charakter hat. Leben wir aber im Jahr des Schweins, dann lass uns doch einfach alle Schweine sein, um das Schwein zu ehren. Oder?

Statt des bekannten Liedes:
"Ich wünscht, ich wär ein Huhn..."

sollten wir alle singen:

"Ich wär so gern ein Schwein,
und auch nicht gern allein,
ich freu mich über jedes Schwein
und find das auch noch fein...(grunz, grunz)"

Mit glücksschweinischen Grüßen

mande ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2007 12:26
#7 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Nun, liebe Aramesh,
vorbei, die Zeit,
wo man sich
die Finger leckt
und sagt:
Das Schwein
hat gut geschmeckt!.

Mit liebe Grüssen, und ein frohes Wochenende!
Mande

P.S.:
Übrigens las ich:

"Schützt die Bäume. Esst mehr Biberfleisch!"

[ Editiert von Administrator mande am 05.01.07 12:26 ]

HolySmokes Offline




Beiträge: 7.720

05.01.2007 12:31
#8 RE: Im Jahr des Schweines antworten

"Ich wär so gern ein Schwein,
und auch nicht gern allein,
ich freu mich über jedes Schwein
und find das auch noch fein...(grunz, grunz)"



Ich kann nicht mehr ... ihr seid ja putzig

Enno Ahrens ( gelöscht )
Beiträge:

05.01.2007 13:07
#9 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Zum Thema "Schweine" kann ich eine kleine Geschichte beisteuern ...

Diät für Theo

Ich war damals zwölf, in einem Alter also, in dem man bereits über die Dinge des Lebens nachdenkt, um sie zu verbessern oder zu verändern, wo es einem notwendig erscheint. Doch Tante Elfriedes Schweine zeigten sich äußerst eigensinnig meinen Reformplänen gegenüber, und die Sache wurde sogar lebensgefährlich.

Es geschah in den Sommerferien. Ich kehrte der Stadt frohgelaunt den Rücken und besuchte Tante Elfriede, die mitten in der Lüneburger Heide einen bescheidenen Bauernhof bewirtschaftete. Gegen Abend ging ich zu ihr in den Schweinestall. Ein stickig-kotiger Mief beleidigte meine Nase. Tante Elfriede schleppte die schweren Eimer mit dem Futter an die weißgekalkten Boxen heran und keuchte. Ihr kurzer runder Körper schob sich nur schneckenmäßig voran. Doch die kleinen Knopfaugen in ihrem ballonförmigen Gesicht bewegten sich munter hin und her.

Die Schweine drängelten sich ungeduldig an den Trögen und bäumten sich, vom Fütterungsgatter gestützt, auf. Entsetzliche Laute stießen sie aus wie blockierende Bremsen und betäubten für einen Moment meine Trommelfelle. Endlich hörte ich sie dann schmatzen. Erstaunt äußerte ich: „Mein Gott, sind die Viecher verfressen!“ Tantchen deutete mit dem Finger auf eines der Tiere und sagte stolz: „Dieses hier wird spätestens in sechs Wochen prall genug sein, um es zu schlachten. Besuch’ mich in den Herbstferien wieder. Dann wird es bereits als Dauerwurst und bester Schinken im Rauchfang meines Kamins hängen.“

In der Stadt war ich den Borstenviechern so fern und hatte mir niemals Gedanken über ihr klägliches Ende gemacht. Aber nun empfand ich so etwas wie Mitleid und antwortete schroff: „Der Schlachter, dieser Schurke, gehört in den Kamin!“ Tante Elfriede lachte, wobei ihre winzigen Augen in dem reichlichen Wangenspeck versanken. Sie schüttelte den Kopf und watschelte in die Küche. Und ich fühlte mich berufen, endlich etwas für den Tierschutz zu tun.

In der einen Box entdeckte ich ein Schwein in Einzelhaft. Fröhlich grunzte es vor sich hin. Durch eine Klappe an der Wand konnte man es in eine kleine quadratische Koppel nach draußen lassen. Es handelte sich um ein ausnehmend stattliches Tier, das seinen prallen Bauch auf kräftigen, gedrungenen Beinen in die Höhe stemmte. Ich betrachtete es nachdenklich und sprach: „Tantchen wird dich sicher bald ans Messer liefern, denn du bist ganz schön prall.“ Es schnarchte inzwischen und scherte sich nicht um meine Worte.

Ich bat Tantchen: „Ab morgen möchte ich die Schweine füttern.“ „Gut“, erwiderte sie, „warum sollst du dich nicht nützlich machen.“ So unterschlug ich dem dicken Borstenvieh einfach sein Futter und den Schlemmertrunk, um es einzuschrumpfen und abzumagern. Ich musste es an Schmalkost gewöhnen. Dazu besorgte ich mir einen Sack Möhren, nahm eine Handvoll davon und eilte zu der Koppel, auf der das wuchtige Tier in der warmen Abendsonne döste.

Dass ich es mit einem Eber zu tun hatte, bemerkte ich nicht. Er hieß Theo und galt als äußerst gefährlich. Geradezu ein zutrauliches Bild voller Behaglichkeit bot er. So sperrte ich das Holzgatter auf, betrat die mit Stacheldraht eingezäunte Koppel und schloss sie von innen wieder. Frohgemut näherte ich mich dem Eber bis auf etwa drei Meter. Plötzlich riss er seine Augen auf und glotzte mich grimmig an. Die Nasenflügel schwollen bedenklich an. Ich spürte sofort, dass er es nicht auf die Möhren abgesehen hatte. Sie glitten aus meiner Hand. Pfeilgeschwind trieb es mich zu dem Verschlag. Leider blieb mir keine Zeit mehr, den Sperrriegel hochzuschieben. Theo war mir schon zu dicht auf den Fersen. Kühn hechtete ich zur Seite. Eine Staubwolke wirbelte auf. Theo krachte mit dem Schädel gegen das Holz und ging zu Boden, rappelte sich aber schnell wieder auf.

Inzwischen raste ich in die entgegengesetzte Ecke der Arena. Ich suchte den Boden nach irgendeinem Gegenstand ab, der mir zur Verteidigung hätte dienen können. Zu spät. Der Eber schoss schon wieder wie eine Ramme auf mich los. Abermals sprang ich zur Seite. Dabei zwickte er mich kurz in die Wade, die zwar unverletzt blieb, aber schmerzte. Hastig humpelte ich davon und stolperte. Unglücklicherweise verhakte ich mich dabei mit meiner Hose in dem Stacheldraht. Krampfhaft versuchte ich, mich zu befreien. Aber dieser verdammte Koloss baute sich erneut zu einem Angriff auf. Er schnaufte und stampfte vor Wut in den Sand. In seinen Augen zuckten lauter Blitze, die mich wie Gewehrkugeln trafen. Jetzt konnte ich ihm nicht mehr entkommen.

Doch jäh wandte er sich von mir ab. Aus dem Stall ertönte das hellklingende Klappern der Futtereimer. Die Klappe an der Hauswand hob sich und er galoppierte durch die Öffnung. Sofort knallte die Luke wieder hinter ihm zu. Ich löste mich schließlich aus dem Stacheldraht und lief in den Stall. Tante Elfriede schimpfte, weil ich die Schweine nicht versorgt hatte. Ich schaute noch eine Weile dem schlemmenden Theo zu. - Ob er mir die Sache mit den Möhren noch verziehen hat?

* * *

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

05.01.2007 14:35
#10 RE: Im Jahr des Schweines antworten


So, ich habe noch schnell ein Aramesh-Schweinegedicht gereimt
und gehe nun mit schweinischen Grüßen an alle ins Wochenende:

Das arme Schwein

Das Schwein an sich ist etwas dick,
trotzdem hat es gewissen Chic,
es trägt zwar weder Kleid noch Hosen,
und duftet auch nicht gerad' nach Rosen.
Doch ist es klug und aufgeweckt,
was manchen Zyniker erschreckt.

Als rosa Ferkel ist so niedlich,
und grunzt in deinem Arm so friedlich.
Ist es dann groß, rund anzuschaun,
so ausgewachsen matschigbraun,
und suhlt sich gern in feuchtem Dreck
ruft mancher: "Pfui, geh von mir weg."

Ein dickes Schwein, das ist das Beste;
drum frisst es alles, auch die Reste.
Das bringt ihm manches Schimpfwort ein,
man schimpft es einfach "dickes Schwein".
Dabei ist es sehr gut geraten
und dient uns dann als Schweinebraten.

Wir Menschen sind so undankbar
und uns darüber nicht mal klar:
Erst züchten wir es dick und fett,
dann finden wir es gar nicht nett,
um hinterher es zu verspeisen
und dann sein zartes Fleisch zu preisen.

Im Streit schimpft mancher zornig los:
"Du bist ein Schwein! Ein Schwein ganz groß!"
Was bildet der sich eigentlich ein? -
Ja, es ist schlimm, ein Schwein zu sein!
Das arme Schwein bleibt niemals heil,
es lebt nur für das Schlachterbeil.


Schönes Wochenende!

greatmum Offline




Beiträge: 7.842

05.01.2007 20:05
#11 RE: Im Jahr des Schweines antworten

ihr seid Klasse !

Aramesh Offline




Beiträge: 7.480

12.01.2007 13:43
#12 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Bevor ich mich meinen Gästen widme und ins Wochenende verschwinde - Das fand ich noch interessant zum Jahr des Schweins:

Die chinesischen Tierkreiszeichen werden nicht von der Sonne (wie im europäischen Horoskop) beeinflusst, sondern vom Mond. Ihr Zyklus dauert nicht zwölf Monate, sondern zwölf Jahre. Das chinesische Jahr beginnt nicht am 1. Januar, sondern liegt zwischen dem 21. Januar und dem 19. Februar, denn nach dem Mondkalender geht es erst an dem zweiten Neumond nach der Wintersonnenwende los.

Die Menschen in Asien glauben an einen Horoskopzyklus, der zur Zeit der Han-Dynastie entstand. Die Entstehung dieses Zyklusses geht auf eine Legende zurück:

Zum Neujahrsfest lud Gott Buddha alle Tiere seines Universums zu einem Fest ein. Doch nur zwölf erschienen - erst die Ratte (Ratte), dann das Rind (Rind), es folgten Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Hahn, Hund und als letztes Tier das Schwein. Zum Dank machte Buddha seinen Getreuen das Geschenk, dass jeder Herrscher über ein Jahr werden solle und alle Ereignisse und Schicksale bestimmen könne. So entstand der Legende nach das chinesische Horoskop.

Die 60 Kombinationen:
Da 10 und 12 den gemeinsamen Teiler 2 haben, gibt es 10•12/2 = 60 Kombinationen von Stamm und Zweig 干支, auch nach der ersten Kombination jiazi 甲子 genannt. Zu beachten ist, dass das chinesische Neujahr nicht mit dem des Gregorianischen Kalenders übereinstimmt.

Ich persönlich benötige dringend ein

Schönes Wochenende euch allen!

KarinY ( gelöscht )
Beiträge:

13.01.2007 01:28
#13 RE: Im Jahr des Schweines antworten

Erst jetzt sehe ich Eure Gedanken und Anregungen zum Jahr des Schweins und möchte eine klitzekleine Korrektur anbringen. Bei dem Schwein handelt es sich nicht um unser Hausschweinchen, sondern um das Wildschwein.


Ich glaube, das hat auch bei uns ein etwas anderes "Image" als sein rosiger Verwandter; trotz der engen Verwandtschaft. So kann man sich einige der Eigenschaften (Beharrlichkeit in Bezug auf ein einmal gewähltes Ziel, Ausdauer und Kraft), die dem Schwein zugeschrieben werden, vielleicht besser erklären.

In Japan - ob das anderswo, wie z.B. in China auch der Fall ist, weiß ich allerdings nicht -, gibt es die nette Tradition, dass man einem Mann, der das 60. Lebensjahr, also fünfmal den Tierkreis vollendet hat, zum Geburtstag eine rote Weste schenkt. Warum das so ist, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Meine ganz persönliche Theorie ist, dass das eine Entschädigung für die vielen Jahre ist, die die Männer hier in langweiligen, seriösen Businessanzügen, die ja immer in gedeckten Farben gehalten sind, herumlaufen müssen. Er darf nun quasi wieder Kind sein und heitere Farben tragen.

Aber das ist, wie gesagt, nur eine meiner unwesentlichen, durch nichts gestützte Theorie. Die Gewohnheit, (westliche) Anzüge statt traditioneller Kleidung zu tragen, ist ohnehin viel zu jung, um als Erklärung für irgend etwas zu dienen.

Rot gilt in Japan als "Glücksfarbe". Auch in der europäischen Tradition war Rot ja nie eine Farbe wie jede andere, sondern lange Zeit ausschließlich die Farbe der Könige und des Klerus und hatte rituelle Bedeutung. Und sie war, zumindest in Europa, bevor die chemische Industrie sich dieser Aufgabe annahm, nie leicht herzustellen.

Es war vermutlich in früheren Zeiten eine Auszeichnung, diese glückbringende Farbe tragen zu dürfen. Und wer es geschafft hatte, 60 Jahre alt zu werden, hatte sich diese Auszeichnung verdient. Warum diese Ehre den Frauen nicht zuteil wird, warum sie kein rotes Westchen oder Kleidchen bekommen - tja, darüber könnte man nun wieder eine Theorie entwickeln. Vermutlich sind Frauen zu klug für so etwas.


Verspätete Neujahrsgrüße Euch allen!

Karin

[ Editiert von KarinY am 13.01.07 1:59 ]

[ Editiert von KarinY am 13.01.07 2:01 ]

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